2014 werden Kfz-Versicherungen teurer

03 Dez 7:12 am
KFZ

Zum Ende des Jahres hin flattern Kfz-Besitzern wieder die Beitragsrechnungen für das kommende Jahr ins Haus. Für das Jahr 2014 müssen Besitzer eines Kfz mit höheren Beiträgen rechnen. Doch welchen Grund haben die absehbaren Preiserhöhungen und was kann man dagegen tun?

Warum die Versicherungen teurer werden – Das Ende des Preiskampfes

Einen Grund für die Erhöhung der Prämien für die Kfz-Versicherung ist die im September veröffentlichte Regionalstatistik. Sie spiegelt das Risiko eines Schadensfalles wider und dient den Versicherern für die Berechnung der Versicherungsprämien. Je geringer die Typklasse, desto günstiger die Versicherungsprämie. Eine Erhöhung der Regionalklasse führt so fast unweigerlich zur Erhöhung der zu zahlenden Prämie. Doch nicht nur die Regionalstatistik trägt zur Verteuerung der Kfz-Versicherung bei. In den vergangenen Jahren profitierten die Versicherten von einem Preiskampf der Versicherungen untereinander. Große Versicherungsgesellschaften wollten zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht noch mehr Marktanteile verlieren. Sie stiegen in das Kfz-Versicherungsgeschäft mit Kampfpreisen ein, die dazu führten, dass auch andere Versicherer günstige Preise anboten. Doch dieser Preiskampf bedeutet für die Versicherer hohe Verluste, sie geben mehr Geld für Schäden aber auch Verwaltung aus als durch Prämien eingenommen werden. Diese Verluste werden schon seit dem Jahr 2013 durch steigende Beiträge ausgeglichen – ein Trend, der auch in den Folgejahren anhalten wird, da innerhalb der Versicherungsgesellschaften auch keine Ausgleichsmöglichkeiten zu finden sind.

Preiserhöhung und nun?

Auch wer sich auf den ersten Blick über eine Beitragssenkung freut, sollte die Rechnung genauer unter die Lupe nehmen. Sinkende Schadensfreiheitsklassen verschleiern die Beitragserhöhung sehr oft. Klarheit bringt ein Blick auf den sogenannten Vergleichsbeitrag, der im Kleingedruckten oder auf der Rückseite der Rechnung zu finden ist. So zeigt sich das wahre Ausmaß der Beitragsveränderung. Grundsätzlich gilt, dass viele Autofahrer eine zu teure Kfz-Versicherung besitzt. So kann man durch die Kündigung verschiedener Optionen den Beitrag verringern. Doch nicht immer ist das sinnvoll oder möglich. Dank des Internets ist es heute aber einfacher denn je, unabhängig eine günstige Versicherung zu finden. Spezielle Kfz-Versicherungsportale fragen die nötigen Daten ab und berechnen innerhalb weniger Minuten die gewünschten Tarife bei verschiedenen Gesellschaften. Bevor Kunden aber gleich online wechseln, sollten auch die Leistungen verglichen werden. Nur, wenn diese vergleichbar hoch sind, lohnt der Wechsel wirklich.

Zeit für den Wechsel verpasst?

In den Köpfen vieler Versicherungsnehmer hat sich das Datum 30.11. festgesetzt. Bis dahin muss die alte Versicherung gekündigt sein, um dann im kommenden Jahr eine neue günstigere Police nutzen zu können. Übersehen wird oft, dass auch Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht haben. Dies gilt unter anderem dann, wenn die Versicherungsprämie steigt. Sollte ein Versicherungsnehmer die Rechnung, die die Preiserhöhung ankündigt, erst kurz vor oder sogar nach dem Stichtag 30.11. erhalten, dann besteht immer noch die Möglichkeit, den bestehenden Vertrag zu kündigen.

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