Bosse der Autohersteller genießen bei Führungskräften höchstes Ansehen

02 Jul 10:00 am

In Zeiten von Börsencrashs und Firmenpleiten gibt es trotzdem noch Menschen, die ein hohes Ansehen genießen. Die Bosse der deutschen Automobilhersteller gehören zum Beispiel dazu. Sie belegen die Top 3 bei der regelmäßig durchgeführten „Manager nach Noten“-Studie. Sie wird alljährlich von einer Unternehmensberatung aus Wiesbaden initiiert.

In diesem Jahr verteidigte Martin Winterkorn als Konzernchef von Volkswagen seinen Spitzenplatz, obgleich er eine leicht verschlechterte Note von 2,0 hinnehmen musste. Platz 2 sicherte sich mit der Note 2,3 BMW-Chef Norbert Reithofer. Damit verwies er Dieter Zetsche von Daimler auf Platz 3. Dieser hatte im letzten Jahr noch den zweiten Rang inne, musste sich aber 2012 mit einer Gesamtnote von 2,4 knapp geschlagen geben. Die guten Ergebnisse kommen nicht von ungefähr. BMW etwa „glänzt derzeit als Unternehmen“, teilte Umfragen-Organisator Manfred Niedner in der Studie selbst mit. Diese liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Obwohl Reithofer in der Öffentlichkeit eher zurückhaltend ist, strahlt das Unternehmen positiv auf ihn ab.

Auf Platz vier findet sich endlich jemand, der aktuell nicht in der Autobranche tätig ist, aber vor seiner derzeitigen Aufgabe, lange Jahre seine Brötchen als Automanager verdiente. Es ist Linde-Chef Wolfgang Reitzle.

Ein Blick auf das Ende der Liste zeigt, dass Siemens-Oberhaupt Peter Löscher erstmals das Schlusslicht bildet. Ihm scheint ein überzeugendes Thema zu fehlen. Man traue ihm nicht zu, dass er dem Konzern mit einer überzeugenden Taktik eine Zukunft sichern könne, steht in der Umfrage.

Ein neuer Name in den Ergebnissen ist Anshu Jain. Es handelt sich bei ihm um einen der beiden Co-Chefs der Deutschen Bank. Jain erreicht mit 3,3 auf Anhieb das Mittelfeld. Laut Niedner ist er derzeit noch „ein unbeschriebenes Blatt“ bei den Führungskräften Deutschlands. Ihm wird mit erheblicher Skepsis begegnet.

Die Manager sind allgemein wenig von der Doppelspitze Jain/Fitschen begeistert. Für nicht sinnvoll bezeichnen 67 Prozent dieses Modell. Die fehlenden Deutschkenntnisse von Jain scheinen gleichfalls ein Problem. Das Beherrschen der deutschen Sprache erachten 79 Prozent für einen Chef der Deutschen Bank als sehr wichtig. Außerdem sehen 53 Prozent der Führungskräfte Jain in drei Jahren längst nicht bei der alleinigen Besetzung des Top-Jobs.

Bildquelle: stefanx80/ Flickr

Bildbeschreibung:

VW-Hauptwerk in Wolfsburg, nur echt mit den 4 Schornsteinen…

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