Doch kein Porsche für alle

18 Jan 6:36 pm

Die Ankündigung von Porsche auf der letzten IAA, man wolle einen „Volks-Porsche“ in Serie geben, wurde nun wieder aufgehoben. Auf der IAA im Herbst 2011 sprach Porsche-Chef Matthias Müller von der Überlegung, ein Einstiegsmodell auf den Markt zu bringen. Damals war man absolut euphorisch und stellte eine Realisierung in der nahen Zukunft in Aussicht. Doch im November wurde bereits ein wenig zurückgerudert. Da war von einer Markteinführung im Jahr 2014 die Rede. Jetzt allerdings ist es erst einmal ganz aus mit den Plänen von einem Porsche für jedermann. Von einer Überdehnung des Images dieser Marke war die Rede und von einem Warten auf eine neue Kundengeneration, die einen Roadster unter dem Namen Porsche akzeptiert.

Was steckt wohl hinter diesen Überlegungen? Schließlich dürfte es kaum jemanden geben, der auf eine Porsche verzichten würde. Das Unternehmen allerdings denkt, dass ein Porsche für das Volk dem Namen der Marke vielleicht gar nicht nutzen, sondern eher schaden würde. Immerhin steht Porsche für Autos im gehobenen Preissegment. Eine Viertelmillion Euro ist keine Seltenheit. Der günstigste Porsche beginnt bei etwa 50.000 Euro, also weit entfernt von einem Auto für das Volk. Daher wundert es auch nicht, wenn Porsche davon spricht, dass ein Fahrzeug für 300.000 bis 400.000 Euro viel besser in die Produktpalette passt.

Zudem gibt es schon ausgereifte Pläne, in anderen Reihen weitere Modelle zu produzieren. Beispielsweise ist der Cajun, eine kleinere Variante des Verkaufsschlagers Cayenne, bereits beschlossene Sache. In der Planung dagegen befindet sich noch der Pajun. Er soll der kleine Bruder der Limousine Panarema werden. Und zu guter Letzt ist ein Supersportler im Gespräch, der Ferrari die Stirn bieten soll. Angesichts dieser großen Vorhaben, mutet es eigentlich etwas außergewöhnlich an, einen kleinen Roadster ins Programm aufzunehmen. Er sollte übrigens an den 550 Spyder angelehnt sein. Mit jenem Auto kurvte seinerzeit James Dean durch die Lande. Das allein wäre bestimmt für viele ein Kaufgrund gewesen.

Bildquelle: yuelcelnabi / Flickr

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