Falsche Reifen im Winter – Gefahren und Bußgelder

17 Dez 8:04 am

 

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Schnee an Weihnachten wird von vielen herbeigesehnt; wer über die Feiertage jedoch mit dem Auto verreist, wünscht sich eher das Gegenteil. Schließlich bergen vereiste und verschneite Straßen allerhand Gefahren. Doch Autofahrer können einige Maßnahmen treffen, um auch im Winter sicher fahren zu können. Vor allem die passenden Reifen minimieren das Risiko, in einen witterungsbedingten Unfall verwickelt zu werden.

 

Winterreifen sollten eine Profiltiefe von mindestens 4 mm haben

Der Gesetzgeber schreibt eine Profiltiefe von 1,6 mm bei Winterreifen vor. Experten sind sich jedoch einig, dass gerade bei Winterreifen eine Profiltiefe von mindestens 4 mm für eine erhöhte Sicherheit sorgt. Deswegen lohnt es sich nicht, den gesetzlichen Spielraum vollständig auszunutzen; dies geht auf die Kosten der Sicherheit der Autoinsassen und anderer Verkehrsteilnehmer.

Wird bei einer Verkehrskontrolle eine geringere Profiltiefe als 1,6 mm festgestellt, so zieht dies ein Bußgeld von 60 Euro nach sich; zudem erhält der Fahrer einen Punkt in Flensburg. In der Tabelle haben wir weitere Bußgelder für die falsche Bereifung für Sie zusammengestellt:

Verstoß

Bußgeld

Punkte

Fahrzeug mit abgefahrenen Reifen gefahren

60 Euro

1

…mit Gefährdung

75 Euro

1

…mit Unfall

90 Euro

1

Bei Schnee und Glatteis mit Sommerreifen gefahren

60 Euro

1

…mit Behinderung

80 Euro

1

…mit Gefährdung

100 Euro

1

…mit Unfall

120 Euro

1

Wann ist Zeit für den Reifenwechsel?

Zu welchem Zeitpunkt die Winterreifen angebracht werden sollen, dazu gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Autofahrer müssen die Entscheidung, wann die Winterreifen montiert werden, anhand der Witterung selbst treffen. Als praxisnah hat sich die „Von O bis O“ Regel erwiesen: Von Oktober bis Ostern ist das Auto mit Winterreifen besser auf die Anforderungen vorbereitet, wenn in diesem Zeitraum die Winterreifen montiert sind. Ausführliche Infos zur Winterreifenpflicht in Deutschland können Sie auch unter http://www.bussgeldkatalog.de/reifen/ nachlesen.

Gefahren auf winterlichen Straßen

Der Reifenwechsel kommt mit schöner Regelmäßigkeit ungelegen. Gerade wenn der erste Schneefall bis Dezember auf sich warten lässt, sind Autobesitzer schon völlig mit den Weihnachtsvorbereitungen ausgelastet. Doch selbst wenn die Zeit knapp ist, der Reifenwechsel hat erste Priorität! Spätestens wenn der erste Schnee fällt, aber auch bereits bei Temperaturen ab etwa 7 Grad Celsius, bieten Winterreifen überzeugende Vorteile. Da Winterreifen aus einer besonderen Gummimischung hergestellt werden, bleiben sie auch bei Minusgraden elastisch; Sommerreifen werden im Winter dagegen spröde, was nicht nur ihren Verschleiß beschleunigt, sondern auch den Halt auf den im Winter oft glatten Straßen verhindert. Auf diesen Halt kommt es aber an! Denn hat das Auto nicht genug „Grip“ auf der Straße, kommt es zu Schlitterunfällen, zudem wird der Bremsweg verlängert – auch Auffahrunfälle können die Folge sein. Ein passend eingestellter Reifendruck kann zusätzlich dazu beitragen, dass das Auto besseren Halt auf der Straße erhält.

Aber Vorsicht: Auch wenn das Auto mit Winterreifen ausgestattet ist, sollten Autofahrer bei vereisten Straßen die Geschwindigkeit drosseln und den Sicherheitsabstand ausreichend groß halten. Besondere Umsicht bei winterlichen Autofahrten kann die Gefahren, die die Witterung mit sich bringen kann, eindämmen. Auch ein winterlicher Check-Up des Autos, bei dem beispielsweise die Beleuchtung überprüft wird, ist sinnvoll.

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