Ford bläst zum Angriff auf den chinesischen Markt

14 Aug 9:19 am

Einer der größten Automärkte der Welt befindet sich in China. Schon einige Autobauer konnten dort ihren Absatz steigern. Jetzt will auch Ford ein Stück vom Kuchen abhaben und bläst zum Angriff. Das Rezept zum Erfolg ist denkbar einfach: Die Modellpalette soll erweitert werden. Hauptsächlich sind Volumenmodelle geplant. Das aktuelle Problem von Ford in China: Das Angebot umfasst keine wirklich günstigen Modelle und es mangelt an Highlights, wie sie etwa im besonders schnell wachsenden Segment der SUV wünschenswert wären.

In China bietet Ford derzeit fünf Modellreihen an. Am günstigsten ist der Fiesta, der mit etwa 100.000 RMB (Renminbi, 12.700 Euro) allerdings rund 40 Prozent über dem Preis des Einstiegsmodells von GM liegt. Die Nummer Eins Amerikas geht mit dem Chevrolet Sail an den Start, der direkt in China gefertigt wird. Somit wird der günstige Einstiegspreis von etwa 60.000 RMB (7.620 Euro) möglich.

Ein weiterer Konkurrent von Ford auf dem chinesischen Markt ist Volkswagen. Das Unternehmen erkannte als einer der ersten ausländischen Autobauer die Potenziale Chinas und schlägt vor allem aus seiner extrem breit gestreuten Modellpalette Profit. Der Polo beispielsweise ist für etwa 78.000 RMB (9.900 Euro) erhältlich. VW bietet fast das gesamte Modellangebot von Audi, VW und Skoda an. Außerdem produziert das Unternehmen vor Ort und betreibt sogar ein eigenständiges Designbüro, welches Modelle direkt abgestimmt auf den Geschmack des einheimischen Publikums entwickelt. Fünf der zehn beliebtesten chinesischen Pkw fahren unter der Flagge von Volkswagen.

Für Ford wird es bei der Konkurrenz nicht leicht, den chinesischen Markt zu erobern. Daher wurde ein umfassendes Investitionsprogramm von etwa vier Milliarden Euro bis 2020 angekündigt. Bis dahin hat das Unternehmen zum Ziel, ein Drittel seiner Verkäufe in China zu tätigen. Geplant ist unter anderem ein Ausbau des Werkes in Hangzhou. 600 Millionen Euro will Ford in dieses hineinstecken, um die Produktion zu verdoppeln. Tragende Modelle werden der Fiesta, der S-Max, der neue Mondeo und der Focus sein. Der Kuga und der Eco Sport werden künftig direkt in China produziert. Ferner übernimmt man den Explorer aus der US-Fertigung.

Bildquelle: Klaus-Uwe Gerhardt / Pixelio

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