Geschichte neu geschrieben – der neue Mazda MX-5

04 Okt 11:54 am
Mazda MX-5

Foto: ampnet

Mit der vierten Generation des MX-5 schafft Mazda ein modernes Automobil voller Kraft, Effizienz, Fahrspaß und dem Flair der vergangenen 25 Jahre. Die vierte Generation erobert wahrscheinlich ab dem dritten Quartal 2015 den Markt und wird auf dem kommenden Pariser Autosalon (04.10. bis 19.10.2014) vorgestellt.

Am Anfang war

… die Chicago Auto Show am 10. Februar 1989 auf welcher der allererste Mazda MX-5 vorgestellt wurde. Dieser Schritt war gewagt, denn die Marktforschungsabteilungen der Automobilkonzerne sahen zu diesem Zeitpunkt keine Absatzmöglichkeiten für so eine Art von Fahrzeugen. Dass der Wagen damals dennoch in Serie ging, ist wohl dem Projektleiter Toshihiko Hirai und der persönlichen Initiative weiterer Entwickler zu verdanken. Zur Markteinführung stand lediglich ein 1,6-l-Motor mit 85 kW (115 PS) Leistung zur Wahl. Mazda ging damals davon aus, dass nicht mehr als 5.000 Fahrzeuge des MX-5, weltweit abgesetzt werden konnten, doch schon Ende 1990 waren circa 141.000 Fahrzeuge vom Fließband gerollt. Die 15.888 Autos, die davon auf Europa entfielen, konnten die gewaltige Nachfrage nicht decken und so boomte der Grauimport.

Non-Stopp durch die Zeit

Die zweite Generation des Mazda MX-5 ging im Januar 1998 an den Start. Der 1,6-l-Motor leistete nun 81 kW (110 PS) und ein 1,9-l-Motor mit 103 kW (140 PS) stand nun als zweite Wahl zur Verfügung. Mit 7500 limitierten Exemplaren feierte Mazda 1999 das 10-jährige Jubiläum des bis heute meist verkauftesten Roadsters der Welt. Ab Dezember 2000 rüstete Mazda den MX-5 mit einer 102 kW (139 PS) Automatikversion und einer neuen Schaltversion mit nun 107 kW (146 PS) auf.
Die dritte Version stellte Mazda im März 2005 auf dem 75. Genfer Auto-Salon vor. Hier war jedoch zunächst nur das Sondermodell 3rd Generation zu sehen, welches auf 3500 Fahrzeuge limitiert war. Erst ab Ende Januar 2006 konnte die dritte Version beim Händler bestellt werden. Dieses Modell wurde mit zwei verschiedenen MZR-Ottomotoren mit 16 Ventilen, angeboten und basierte auf der Bodengruppe des Mazda RX-8. Diese dritte Version wurde in Japan im Jahr 2005 zum “Japan Car oft he Year 2005/2006” gekürt und ist seit Herbst 2006 auch mit einem Kunststoff-Klappdach erhältlich.

Im September 2006 präsentierte Mazda das auf 250 Stück limitierte Sondermodell “Black & White“, welches entweder in “Brillantschwarz” oder “Pegasusweiß” erhältlich war. Kurz darauf, im April 2007 folgte das nächste limitierte Sondermodell namens Mithra, welches nach dem persischen Sonnengott benannt wurde. Knapp ein Jahr später betrat das Sondermodell Niseko, nach einem japanischen Skiort bezeichnet, die Bühne. Das vorletzte Sondermodell “20th Anniversary” stellte Mazda im März 2010 ebenfalls auf dem Genfer Auto-Salon vor. Dieses Modell wurde nur auf dem europäischen Markt angeboten und erreichte eine Stückzahl von gerade einmal 2000 Fahrzeugen, davon 500 für den deutschen Markt. Das bisher letzte Sondermodell zum 25 Jubiläum war ausschließlich in “Soul Red Metallic” erhältlich und wurde auf der New York International Auto Show vorgestellt. Die 100 Exemplare, die nur für den amerikanischen Markt vorgesehen waren, sind nach Freischaltung auf der Herstellerwebsite innerhalb von zehn Minuten am 20. Mai 2014 ausverkauft gewesen.

Charmant wie eh und je

Die vierte und aktuelle Generation des Mazda MX-5 wurde am 07. September 2014 an drei Orten (USA, Spanien und Japan) gleichzeitig vorgestellt. Das neuste Modell ist 100 Kilogramm leichter als sein Vorgänger und basiert wie die anderen Mazda Fahrzeugmodelle (Mazda 3, Mazda CX-5 und Mazda 6) auf der von Mazda entwickelten Skyactiv-Technologie.

Aus dem Mazda Kfzteile Katalog wurde für den MX-5 wieder der Quermotor über den Vorderrädern und der Hinterradantrieb übernommen. Der Radstand ist um 1,5 cm geschrumpft und alle Blechteile wurden komplett umgestaltet und bestehen aus Aluminium, die Designlinie Kodo ist gut an den größeren Querstreben, den sehr schmalen Scheinwerfern und den zwei großen Luftöffnungen am Grill zu erkennen. Neben dem Radstand wurden auch die Außenmaße etwas geschrumpft, trotzdem ist der ist er innen geräumiger und es finden sich Elemente aus der dritten Generation wieder. So blieb das Dreispeichenlenkrad mit Bedienknöpfen, die Sportsitze mit integrierten Kopfstützen und die Handbremse sitzt wieder neben dem Schaltknauf. Das Armaturenbrett ist etwas schmaler geworden und besitzt jetzt einen frei stehenden Bildschirm mit darunter angebrachten Reglern für die Klimaanlage. Für den größten Teil der Welt wird es voraussichtlich einen 1,5-Liter-Vierzylinder mit Direkteinspitzung geben, genaue Leistungsdaten sind aber noch nicht bekannt.

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