GTÜ Vergleich – 4 Reifentypen: Welcher Reifen packt den Winter?

29 Sep 9:41 am

Für Winterreifen gilt die Formel: von Oktober bis Ostern. In diesen Monaten sinken die Temperaturen oft unter sieben Grad Celsius. In diesem niedrigen Temperaturbereich bieten Winterreifen mit einer speziellen Gummimischung kürzere Bremswege und durch ein ausgeklügeltes Profil besseren Halt bei Schnee und Matsch. GTÜ unterzog vier verschiedene Reifentypen einem Härtetest.

Der Reifentest von GTÜ

Zum Test stellten sich der Winterreifen Goodyear Ultra Grip 8, der Allwetterreifen Goodyear for Seasens, der runderneuerte Winterreifen Ökon M&S der Marke Respa und der Fast Response Dunlop Sommerreifen. Die Testkriterien setzten sich aus Traktion, Handling, Fahrzeit, Bremsverhalten und der subjektiven Bewertung der Reifen zusammen. Bei winterlichen Straßenverhältnissen lag der Winterreifen von Goodyear vorn. Den letzten Platz belegte der Sommerreifen von Dunlop. Im Mittelfeld lag der Allwetterreifen Goodyear vor dem runderneuerten Winterreifen von Respa. Der Allwetterreifen punktet mit intakten Lamellen, während die runderneuerte Lauffläche des Ökon M&S nicht auf dem neusten Stand der Technik war. Auf nasser Fahrbahn bremste der Sommerreifen am besten. Er machte jedoch beim Aquaplaning keine gute Figur. Der Winterreifen zeigte bei Nässe ein schlechtes Kurvenverhalten. Der Allwetterreifen hielt sich in allen Disziplinen im Mittelfeld. Den kürzesten Bremsweg erzielte der Sommerreifen bei trockener Fahrbahn. Dieser war bis zu 10 Meter kürzer als der Bremsweg des Winterreifens. Der Winterreifen bremste aber immer noch besser als der Allwetterreifen.

Welchen Reifen für den Winter?

Sommerreifen sind im Winter passé. Es droht sogar ein Bußgeld, wenn Autofahrer mit Sommerreifen den Verkehr behindern. Wer wenig unterwegs ist, für den lohnt sich ein Allwetterreifen. Diese lagen beim Test im Mittelfeld. Runderneuerte Reifen bieten rund 3/4 der Fahreigenschaften eines neuen Winterreifens und sind für den Stadtverkehr durchaus ausreichend. Auf schneebedeckten Fahrbahnen ist ein Winterreifen die beste Wahl.

Vorzüge von Winterreifen

Winterreifen sind aus einer weicheren Gummimischung gefertigt. Diese bietet bei niedrigen Temperaturen mehr Grip. Grobe Profilrillen leiten aufgenommen Matsch und Schnee zuverlässig von der Lauffläche nach außen. Dadurch wird die Haftung auf der Straße verbessert. Winterreifen von Markenherstellern liegen in Tests immer vor den Billigreifen. Die renommierten Hersteller greifen bei der Produktion auf Erfahrungswerte aus vergangenen Produktionsserien und zahlreiche Testergebnisse zurück. Hier sollten Autofahrer nicht an der falschen Stelle sparen.

Die Profiltiefe ist entscheidend

Vier Millimeter ist die optimale Profiltiefe für Winterreifen. Beträgt die Tiefe nur noch drei Millimeter, dann sollten die Pneus ersetzt werden. Nach einigen Jahren wird die Gummimischung hart. Winterreifen sollten daher nicht älter als zwei Jahre gefahren werden. Der Herstellungszeitraum lässt sich an den letzten Ziffern der DOT-Nummer an der Seite des Reifens ablesen.

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