Hoher Besuch bei Daimler in Mount Holly

21 Feb 10:00 am

Da staunten die Mitarbeiter von Daimler nicht schlecht, als plötzlich kein Geringerer als Barack Obama das Wort an die Belegschaft des Werkes in Mount Holly richtete. Hier produziert die Daimler-Tochter Freightliner. Hauptsächlich werden LKWs gebaut. Aber nicht irgendwelche, sondern nach den Worten von Obamas die „besseren Trucks“. Seine Rede ließ großen Jubel bei den Beschäftigten aufbranden.

Der Anlass des Besuches waren die hohen Ziele, die sich der mächtigste Mann der Welt in Sachen Umweltschutz gestellt hat. Bei Freightliner wird unter anderem ein LKW mit Hybridantrieb produziert. Außerdem liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Produktion von gasgetriebenen LKWs. Sie sind wesentlich besser für die Umwelt. Ferner fahren sie leiser und haben geringere Unterhaltskosten.

Bevor der amerikanische Präsident zur versammelten Mannschaft des Werkes sprach, schaute er sich das Werk genau an. Er war beeindruckt von der Produktion und sprach vor allem sein Wohlwollen gegenüber den LKWs mit Gasantrieb aus. Sie sind seiner Meinung nach um einiges umweltschonender Dieselfahrzeuge.

Das Daimler-Werk war das erste Werk eines ausländischen Autoherstellers, welches Obama besuchte. Allerdings war es nicht das erste deutsche Werk auf amerikanischen Boden. Auf der Suche nach alternativen Energiequellen besuchte der Präsident vor zwei Jahren in Fort Madison die Windanlagen-Fertigung des Unternehmens Siemens. Obama will sich aus der Abhängigkeit vom Öl aus anderen Ländern lösen.

Der nächste Schritt auf seiner Umweltschutzliste ist die Reduzierung des Verbrauchs bei Bussen, Autos, Transportern und LKWs. Dafür will er eine steuerliche Förderung für alternative Antriebe ins Leben rufen. Der Besuch bei Daimler passt für diese Kampagne sehr gut ins Bild. Der größte LKW-Hersteller der USA ist Daimler Trucks North America. Er hat sich vorgenommen, im Rahmen der Initiative des Energieministeriums bis 2015 den Verbrauch bei schweren LKW enorm abzusenken.

Einen weiteren Grund für die Auswahl des Daimler-Werkes sieht man in der erfolgten Einstellung von mehreren hundert Mitarbeitern, da die Nachfrage nach LKW stark gestiegen ist. Die Arbeitslosigkeit ist in den USA trotz Erholung im Moment historisch sehr hoch.

Bildquelle: stephenhanafin / Flickr

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