Informationsflut im Cockpit

09 Nov 10:52 am
Informationsflut im Cockpit

Moderne Auto s sind sehr mitteilungsbedürftig. Der Fahrer kann zu jedem Zeitpunkt die verschiedensten Daten von Armaturen und Anzeigetafeln ablesen und daran nicht nur erkennen, ob sich das Auto wohl fühlt, sondern auch, wo er sich gerade befindet, ob alle Türen geschlossen sind und welcher Insasse seinen Gurt noch nicht korrekt angelegt oder geschlossen hat. Neben zahlreichen neueren Funktionen, die sich in früheren Modellen rein technisch gar nicht verwirklichen ließen und die schon darum niemand brauchte, fehlen natürlich auch die traditionellen Anzeigen wie Uhrzeit, Geschwindigkeit oder Kühlwassertemperatur nicht.

Wichtige und unwichtige Daten

Umfragen haben gezeigt, dass man nicht davon ausgehen kann, dass jeder Fahrer Freude daran hat, seine Anzeigen und Armaturen erst einmal gründlich zu erforschen, zu studieren und dabei immer noch etwas Neues zu entdecken. Auf Features wie Kompass, Anschnallwarnung oder Infos über die eingelegte Schaltstufe könnten die meisten gut verzichten, auch das Datum muss einem das Auto nicht sagen. Viel wichtiger ist es, gewarnt zu werden, wenn man vergisst, das Licht auszuschalten, oder wenn man mit angezogener Handbremse fährt. Auch die Anzeigen für Öl- und Wassertemperatur, Reifendruck oder Verbrauch und Reichweite des Fahrzeugs kommen gut an, ebenso die Stauwarnungen des Navis.

Der Drehzahlmesser kommt aus der Mode

Nur auf den ersten Blick überraschend ist die Tatsache, dass in der heutigen Zeit der Drehzahlmesser von vielen als weniger wichtig und sogar als komplett verzichtbar eingestuft wird. Das lässt sich sehr gut damit erklären, dass viele Fahrer sich heute nur noch als Benutzer und Bediener, nicht aber als Versteher der Technik im Fahrzeug gefragt sehen. Auch verzeihen moderne Autos das Fahren im suboptimalen Drehzahlbereich viel eher als ältere Modelle. Vorbei sind also die Zeiten, in denen der Drehzahlmesser mittig und der Tacho bescheiden daneben platziert werden konnte, um den Sportsgeist des Fahrers zu wecken und ihn daran zu erinnern, dass sein Fahrzeug länger lebt und mehr Spaß macht, wenn es virtuos gefahren wird.

Foto: Torsten Oeltjen / pixelio.de

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