Kauftipps für einen Gebrauchtwagen

18 Okt 9:52 am
Gebrauchtwagen

Da sich viele einen Neuwagen nicht leisten können oder auch wollen, bleibt nur noch der Kauf eines Gebrauchtwagens. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn der Gebrauchtwagen kann sich rasch als Fehlkauf herausstellen wenn auf einige wesentliche Dinge beim Kauf nicht geachtet wurde. Zuerst sollten Sie sich überlegen, für was das neue Fahrzeug benötigt wird. Fahren Sie sehr viel oder wird es nur an den Wochenenden zum Einkaufen genutzt? Hier entscheidet sich schon einmal die Frage nach dem Treibstoff. Die Regel besagt, dass wenn Sie mehr als 20.000 Kilometer im Jahr mit dem Fahrzeug zurücklegen, sich die Anschaffung eines Dieselfahrzeuges lohnt. Fahren Sie weniger so sollten Sie ein Benzinfahrzeug kaufen. Doch wo kaufen Sie am besten einen Gebrauchtwagen? Der Kauf von privaten Verkäufern birgt mitunter einige Risiken mit sich und hier müssen Sie wohl auf Ihre Menschenkenntnis achten. Wenn Sie bei einem privaten Verkäufer ein Fahrzeug erwerben, haben Sie in der Regel keinen Anspruch auf eine Garantie. Anders sieht dies bei Autohändlern aus. Hier muss der Händler dem Käufer eine Gewährleistung für das Fahrzeug geben. In der Regel haben Käufer hier eine Gewährleistung von einem Jahr. Natürlich gibt es auch hier einige schwarze Schafe und das Fahrzeug sollte genau unter die Lupe genommen werden.

Überprüfung beim Automobilclub:

Es ist empfehlenswert, das Fahrzeug bei den bekannten Fahrzeugclubs anschauen zu lassen. Für Mitglieder gibt es oft einen kostenlosen Ankaufstest. Hier weisen die Automobilclubs auf eventuelle Mängel hin und ermitteln auch einen derzeitigen Wert des Fahrzeuges. Hier wird auch sehr rasch erkannt, ob es sich bei dem Fahrzeug um ein Unfallfahrzeug handelt oder nicht.

Natürlich können auch Sie mit einigen kleinen Tricks vor Ort schon einmal überprüfen, ob versucht wird etwas zu vertuschen. Schauen Sie sich den Lack genau an, ist dieser an manchen Stellen heller oder dunkler so können Sie sicher sein, dass hier Nacharbeiten stattgefunden haben. Achten Sie zudem an die Spaltmaße bei den Türen bzw. an der Motorhaube. Sind diese nicht überall gleich, so deutet auch dies auf Reparaturen hin. Achten Sie auch auf Lackspuren bei Gummidichtungen, hier sollten sie keinen Lack finden. Auch bei den Schrauben in der Motorhaube, weisen diese Öffnungspuren auf, so wurden schon einmal Teile getauscht und es kann sich um einen Unfallwagen handeln.

Werfen Sie auch einen Blick in das Serviceheft. Hier sehen Sie gleich, ob das Fahrzeug regelmäßig überprüft wurde und alle Verschleißteile getauscht wurden. Stutzig sollten Sie werden, wenn im Serviceheft der Stempel des derzeitigen Händlers ist.

Wie wichtig ist eigentlich der Kilometerstand des Fahrzeuges?

Heutzutage kann schon sehr viel getrickst werden bei den Kilometern. Achten Sie hier ganz besonders auf die Eintragungen im Serviceheft. Wenn ein Fahrzeug schon über 100.000 Kilometer gefahren wurde, bedeutet dies oft nichts Schlechtes. Denn der Vorbesitzer kann ein Vertreter gewesen sein und viele Kilometer auf der Autobahn gefahren sein. Dies ist oft besser als ein Fahrzeug mit deutlich geringerem Kilometerstand welches nur in der Stadt gefahren wurde. Bei Fahrzeugen mit einer Laufleistung von 100.000 Kilometer sollten Sie darauf achten, dass die Verschleißteile getauscht wurden. Ist dies nicht der Fall, so können Sie beim nächsten Service mit höheren Kosten rechnen.

Vor dem Kauf sollten Sie selbstverständlich auch die Zeit bekommen, mit dem Fahrzeug eine Probefahrt zu machen. Fahren Sie nicht nur eine kurze Strecke sondern am besten lohnt es sich auf einer Strecke zu fahren, die Sie im Alltag auch fahren. Funktionieren die Bremsen noch gut, gehen alle Lichter und wie verhält sich das Fahrzeug bei der Beschleunigung? Bei der Probefahrt sollten Sie auch das Radio abdrehen um eventuelle Geräusche am Fahrzeug zu hören.
Foto: auto-im-vergleich.de / pixelio.de

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