Kaum ein Neuwagen wird heute ohne Alufelgen seinem Besitzer übergeben, doch diese machen nicht nur Freude

26 Aug 10:00 am

Optisch machen Alufelgen auf alle Fälle mehr her als profane Stahlfelgen und auch technisch besitzen sie einige Vorteile. Allerdings ist nicht alles Gold, was glänzt. Auch Alufelgen haben ihre Tücken und können Ärger machen. Doch erst einmal widmen wir uns den Vorzügen, die man mit Alufelgen genießt.

Verglichen mit einer herkömmlichen Stahlfelge verringern Leichtmetallfelgen die ungefederten Massen vom Auto. Das wirkt sich positiv auf die Straßenlage und den Fahrkomfort aus. Bei der Verwendung von Alufelgen werden die Bremsen zudem besser belüftet. Die Wärme wird schneller abgeleitet, was wiederum für mehr Sicherheit sorgt.

Für die meisten Menschen zählt allerdings hauptsächlich der optische Aspekt und da kann die unansehnliche Stahlfelge kaum mit dem riesigen Angebot an Alufelgen mithalten. Der größte Teil der Autos trägt bereits ab Werk Alufelgen und die machen einiges her. Inzwischen gehören die Alufelgen zur Standardausstattung, was die Suche nach geeigneten „Schlappen“ nach dem Autokauf entbehrlich macht. Mittlerweile passt die Optik von Anfang an und Nachbesserungen sind nicht notwendig. Apropos Nachbesserungen, sollten diese doch einmal erforderlich sein, fangen da die Probleme bei den Alufelgen oft an. Eine Reparatur ist nämlich fast unmöglich.

Stellt man Dellen oder Risse fest, muss das Rad in der Regel ausgetauscht werden. Wärmebehandlungen, Rückverformungen oder sonstige Eingriffe in das Materialgefüge sind nicht durchführbar. Die Festigkeit des Materials lässt sich nach einer Reparatur nicht mehr überprüfen, teilt die Prüforganisation KÜS mit. Wurden Leichtmetallfelgen repariert, zählt dies bei der Hauptuntersuchung als erheblicher Mangel. Die Reparaturen werden nur dann anerkannt, wurden sie vom Hersteller der Felgen beziehungsweise des Fahrzeugs freigegeben. Das erklärt Hans Georg Marmit von der KÜS. Zum Beispiel fällt darunter die Reparatur von mehrteiligen Felgen, wenn man dabei den Austausch der hierfür von den Radherstellern vorgesehenen Teile vornimmt. Hatte man dagegen Kontakt mit einer Bordsteinkante und möchte nun die oberflächlich sichtbaren Makel erntfernen, ist dies erlaubt. Auch das Umlackieren oder Pulverbeschichten darf von Seiten der Prüforganisationen vorgenommen werden, sofern die Behandlung keinen Einfluss auf das Materialgefüge hat.

Bildquelle: ich / Pixelio

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