Mazda6 Limousine im Test

09 Nov 11:48 am
Mazda 6 Limousine

Als Mazda 2009 die vorletzte Version des Mazda6 auf den Markt brachte, hielten viele Experten das Auto für einen garantierten Umsatzbringer. Geräumig, bequem und gut zu fahren, das musste eine Erfolgsformel sein. Doch leider kam es anders. Das biedere Fahrzeug war nur sehr schwer zu verkaufen und stand mehr im Showroom als auf der Straße. Kein Wunder, dass man sich in Hiroshima zu einem Upgrade entschied, und zwar schneller als die Konkurrenten. Ob der komplett neue Mazda6 Modell 2014 ein erfolgreiches Auto wird, steht in den Sternen. Die Konkurrenz ist groß, der Kampf wird hart.

Im Fahrersitz: Gutes Design, komplette Ausstattung

Mit seinem riesigen Platzangebot war das alte Modell des Mazda6 eher für den amerikanischen Markt konzipiert. Das machte sich natürlich bei den Fahreigenschaften und im Verbrauch bemerkbar. Beim neuen Modell haben die Japaner den Fokus eindeutig auf die Reduzierung des Benzinverbrauchs gelegt. Auch beim Styling wurden dem Fahrzeug eher europäische Züge verpasst. Von außen wirkt der Mazda6 gefällig und kraftvoll. Sportliche Leichtmetallfelgen gehören zur Serienausstattung und sind in zwei Größen erhältlich. Trotzdem fehlt es dem Auto ein wenig an Individualität, von hinten sieht der Mazda ein bisschen aus wie ein Hyundai.
Wer auf dem Fahrersitz Platz nimmt, wird von den hochwertigen Materialien, dem durchdachten Layout der Armaturen und der anständigen Rundumsicht beeindruckt sein. Die einzelnen Ausstattungsvarianten bieten alles, was in modernen Fahrzeugen möglich ist. Elektrisch verstellbare Außenspielgel, Halogenscheinwerfer, Licht- und Regensensor, CD-Audiosystem und Lendenwirbelstütze gehören wie vieles mehr zur Serienausstattung. Für die Sicherheit bietet der Mazda6 zahlreiche Assistenten, die den Fahrer unterstützen. Das Fahrzeug ist außerdem mit LED-Tagesfahrlicht, ABS, einer dynamischen Stabilitätskontrolle (DSC), und zahlreichen Airbags auch für Kopf und Schulter ausgestattet. Auf Wunsch wird der Mazda6 mit einer adaptiven Regelung der Geschwindigkeit, einer radargestützten Distanzregelung (MRCC) und einem Pre Crash Safety System (SBS) mit aktivem Bremseingriff geliefert. Durch die elektronischen Hilfssysteme wird der Fahrer bei schwierigen Sichtverhältnissen, Regen, Dunkelheit oder blendende Sonne deutlich entlastet. Eine neu gestaltete Frontpartie vermindert auch für Fußgänger das Risiko schwerer Verletzungen.

Fahrleistungen und Verbrauch

Karosserie, Motor und Getriebe wurden beim Mazda6 von Grund auf neu konzipiert und aufeinander abgestimmt. Bei der Leichtbau-Karosserie ließen gegenüber dem Vorgänger 100 kg Gewicht einsparen. Ausgerüstet mit einem SKYACTIV genannten Energierückgewinnungssystem und einer Start/Stopp-Automatik liegt der Verbrauch nach Herstellerangeben bei 5,5 Liter pro 100 km für den Benzinmotor, der Diesel soll sich sogar mit 3,5 Liter pro 100 km zufrieden geben.

Für die Ausstattungsvarianten Prime Line und Center Line steht ein 1.998 ccm Benzinmotor mit einer Leistung von 107 kW (145 PS) zur Verfügung. Der Vierzylinder-Motor wird mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe geschaltet. Für die Modellreihe Center Line gibt es außerdem ein Sechsstufen-Automatikgetriebe. Der Motor erfüllt die Euro5 Norm, die CO2-Emission liegt bei 129 g/km, die CO2-Effizienzklasse ist B. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km pro Stunde.

In der Ausstattungsvariante Sport Line leistet der Motor 121 kW (165 PS), die Höchstgeschwindigkeit liegt hier bei etwa 216 km pro Stunde, die CO2-Emission bei 135 Gramm pro Kilometer. Geschaltet wird mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe.
Die Komfortklasse Business Line hat Mazda das Modell mit einem 2.191 ccm Dieselmotor ausgerüstet. Der Motor leistet 110 kW (150 PS) und wird mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe geschaltet. Die CO2-Emission liegt bei 104 Gramm pro Kilometer, wodurch das Fahrzeug bei der CO2-Effizienz bei A+ eingeordnet wird. Weitere Motorvarianten, wie beispielsweise ein Turbodiesel sollen später hinzugefügt werden.
In Bezug auf die Handhabung, Ausstattung und Verarbeitung lässt der Japaner keine Wünsche offen. Ob sich der Mazda6 in der hart umkämpften Fahrzeugklasse durchsetzen kann, ist eine andere Frage.

Kommentare sind geschlossen