Mit defekten Stoßdämpfern ist nicht zu spaßen

03 Feb 10:00 am

Autoreparaturen kosten oft viel Geld. Das steht außer Frage. Trotzdem müssen manche unbedingt sein und man sollte sie nicht zu lange herauszögern. Die Stoßdämpfer sind beispielsweise Bauteile, welche unbedingt sofort gebracht werden sollten, stellt man daran einen Defekt fest. Die meisten wissen gar nicht recht, was defekte Stoßdämpfer nach sich ziehen können. Die renommierte Zeitschrift Auto-Bild hat den Test gemacht.

Stoßdämpfer, die im Fachjargon Schwingungsdämpfer genannt werden, haben einen der härtesten Jobs beim Autofahren. Tagaus, tagein müssen sie das Gewicht des Autos tragen und dabei alle Schwingungen ausgleichen, die von den mehr oder weniger guten Straßen auf das Fahrzeug übertragen werden. Diese Aufgabe zehrt an den Kräften der Stoßdämpfer und führt letztendlich zum Verschleiß. Er stellt sich schleichend ein, der Fahrer allerdings bemerkt ihn oft trotzdem nicht. Die häufigste Ursache ist das Auslaufen des Dämpfungsöls. Es läuft an der Kolbenstange vorbei. Ein schmieriger Film bleibt auf dem Gehäuse zurück.

Nach Schätzungen besitzen 15 Prozent der auf deutschen Straßen fahrenden Autos defekte oder zumindest verschlissene Stoßdämpfer. In Zahlen ausgedrückt sind das über sechs Millionen Pkw. Dabei muss es gar nicht so weit kommen. Ein regelmäßiger Check in der Werkstatt würde die drohende Gefahr offenbaren und man könnte sofort Abhilfe schaffen. Die erste Prüfung wird nach 80.000 km empfohlen, die nächsten sollten im Abstand von 20.000 km folgen. Die Werkstatt führt einen Test durch. Auch bei der Hauptuntersuchung ist ein Check möglich.

Beim Test von Auto-Bild wurden zwei Golf IV auf die Teststrecke geschickt. Der eine hatte auf der Hinterachse defekte Stoßdämpfer, der andere neue. Der Golf mit dem kaputten Stoßdämpfer büßte in den Kurven deutlich an Spurstabilität ein. Durch das eingebaute ESP ließ er sich aber halten. Beim Bremsen sah es dann aber anders aus. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h kam der Golf mit den verschlissenen Dämpfern erst eine Wagenlänge später zum Stehen. Was das im Straßenverkehr bedeutet, weiß jeder.

Bildquelle: pixelspin / Flickr

Tags: , , , ,

Kommentare sind geschlossen