Mobilität der Zukunft

12 Nov 8:59 am
Elektroauto-BMW-i3

Der Hersteller BMW setzt mit dem Elektroauto i3 ganz neue Maßstäbe. Elektromotor bedeutet das die Abgase der Dieselmotoren wegfallen. Zudem sind Elektroautos leiser und schonen die Umwelt. Eigentlich könnten die Verkehrsplaner mit den Aussichten zufrieden sein – doch die Problematik liegt scheinbar in einem ganz anderen Bereich.

Elektroautos – auch keine perfekte Lösung

Blech wird ersetzt durch Carbon, Dieselmotoren machen den Elektromotoren platz. Um die Umwelt nachhaltig zu schonen, werden anstelle von Tropenhölzer Eukalyptushölzer in den Fahrzeugen verbaut. Mit diesen Details gibt sich der Hersteller größte Mühe etwas für die Umwelt zu tun und diese so gut es geht zu entlasten. Eigentlich sollten Verkehrsplaner zufrieden aufatmen, denn schließlich werden die Städte weniger belastet, wenn sich das Elektroauto auf dem Markt durchsetzt – und das wird es über kurz oder lang. Weniger Lärmbelastung, weniger Feinstaub in der Luft – wo liegt die Mobilität von morgen?

Blechmeer so weit das Auge reicht

Verkehrsplaner Konrad Rotfuchs widerspricht dem Hersteller BMW vehement. Die Zukunft mit den Elektrofahrzeugen sei zwar notwendig, aber macht die Städte noch lange nicht sauber und wohnlich. Er klagt über parkende Fahrzeuge, die am Straßenrand geparkt werden. Er nannte ein Beispiel, das früher Fußballspielen auf der Straße möglich war. Heute befinden sich dort parkende Fahrzeuge im Überfluss. Damit nicht genug, den Kindern wird hierbei die Chance genommen, auf der Straße spielen zu können. Denn meist handelt es sich bei den parkenden Fahrzeugen, um Autos deren Wert locker mal 70.000 Euro beträgt. Rotfuchs redet außerdem davon, dass die meisten Fahrzeuge gerade mal eine Stunde pro Tag genutzt werden.

Die perfekte Mobilität in der Zukunft

Rotfuchs wünscht sich also autofreie Städte. Wer ein Auto hat, sollte dies auf privatem Gelände abstellen. Öffentliche Parkplätze sollten ohne Einschränkung mit Parkgebühren belastet werden. Er geht davon aus, dass jeder der ein Auto hat, soviel Geld aufbringen muss, damit er sich auch eine Garage leisten kann. Außerdem sieht er die Zukunft im Carsharing. Dies ist eine geniale Idee, für Menschen die Zeit haben und eventuell zu einem Ort laufen können, wo sich das nächst freie Carsharing-Fahrzeug befindet. Es ist sicherlich sinnvoll, Menschen diese Möglichkeit anzubieten. Aber wer davon ausgeht, dass alle Menschen über die finanziellen Mittel verfügen, zudem in dieser schnelllebigen Zeit noch die entsprechende Zeit findet, auf Carsharing umzusteigen, denkt vielleicht etwas zu einfach.

Sicherlich lassen sich Projekte in der Theorie hervorragend ausmalen – aber das die Theorie meist anders ausfällt, als die Praxis zeigen jüngste Bauprojekte oder Baudisaster wie der neue Berliner Flughafen. Das Auto, sei es auch in naher Zukunft das Elektroauto wird aus der Stadt nicht mehr zu verbannen sein – dafür ist die Menschheit zu sehr unter Zeitdruck, leidet zu sehr an chronischen Geldmangel und schätzt außerdem die Bequeme und das Wissen, dass das Auto vor der Türe steht – falls man es dann mal benötigt.
Bildquelle: BMW AG

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