Musclecars – Retroversionen der US-Klassiker

23 Jan 8:59 am
Dodge Challenger von 1973

In Puncto Autos brachte Amerika schon einige Ikonen hervor. Die letzten ihrer Art, waren die sogenannten Musclecars, welche als gedrungene Coupés mit der gewissen Ausstrahlung eines Kampfhundes bezeichnet werden können. Diese Ikonen definierten sich über die Modelle Chevrolet, Ford und Dodge. Das Miterfinder-Unternehmen Pontiac ist aktuell nur durch das absehbare Ableben im Gespräch. Parallel dazu treten die wichtigsten Konkurrenten in Erscheinung und glänzen mit mächtigen Motoren, im Retro-Stil.

Mehr als 30 Jahre Musclecars Kult

Bereits in den 60er Jahren waren die Musclecars in der US-amerikanischen Jugend sehr beliebt und sorgten dort mit günstigen Preisen und voluminösen Motoren für ordentlich Furore. Auch in Europa hielten die Kraftpakete Einzug. In Form von Miniaturausgaben, erfreuten sich der Ford Capri oder auch der Opel Manta größter Beliebtheit. Nach mehr als 30 Jahren, sind jetzt drei der stilprägenden Modelle wieder erhältlich. So haben sich der Dodge Challenger, der Chevrolet Camaro, und der Ford Mustang wieder auf dem Markt eingefunden. Dabei werden die altbewährten Tribute aus der vergangenen Zeit aufgegriffen und sowohl in Sachen Design, als auch bezüglich der Motorkraft noch immer umgesetzt.

Optisch seit Jahrzehnten ein Highlight

Die grundlegenden Züge, wie sie die Urahnen schon präsentierten, sind auch bei den Neulingen ganz klar in Puncto Karosseriekleid und Kühlergrill zu erkennen. Gilt es ein Beschreibung zu finden, so würde die wie folgt lauten: flaches Dach, kurzes Heck, breite Hüften und eine lange Motorhaube. Diese genetischen Vorgaben sind besonders gut beim Challenger zu erkennen. Die Scheinwerfer, welche unter der Motorhaubenkante hervorblicken, zieren den breiten Kühler wie einst das erste Modell aus dem Jahr 1966. Inzwischen tüftelten die Designer an der fünften Generation und verzichteten dabei auf modische Verschnörkelungen im Blech. Aber auch der Camaro kann sein Erbe nicht wirklich verleugnen. Die zulaufende Front sorgt auch nach mehreren Jahrzehnten für eine eindeutige Identifizierung. Die kleine Hommage an die gegenwärtige Automode definiert sich über eine kantige Linienführung und die markante Kuppel auf der Motorhaube. Aber auch der Mustang von Ford strebt eindeutig ein Nostalgie-Image an.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand, denn die Stil-Ikonen neigten sich in den 80er Jahren ihrem emotionalen Ende zu. Marginale äußerliche Änderungen, sowie dezente Modernisierungen optischer Natur vernachlässigten die Autoseele unter dem Karosseriekleid. Daraus resultierten blutleere und technisch altmodisch einzustufende Sportcoupés, in asiatisch angehauchtem Stil, welche als Camaro und Mustang fast in der Versenkung verschwanden. Der Challenger wurde sogar gänzlich eingestellt. Seine Absatzzahlen dümpelten noch 20 Jahre vor sich hin, bis der ausbleibende Erfolg dazu führte, dass der Camaro schlussendlich komplett vom Markt genommen wurde.

Im Jahr 2004 entwickelte sich eine Renaissance des Musclecars und der Ford Mustang feierte sein Comeback. Das Konzept beinhaltet Benzinmotoren (V6 und V8), welche mit leistungsstarken 213 / 500 Pferdestärken kombiniert werden. Auch die überholte Starrachse darf dabei nicht fehlen. Aber auch die Einzelradaufhängung ist fast identisch an das Original angelehnt. Der Camaro überzeugt zudem mit moderaten Preisen, welche in den USA bei 30.000 $ beginnen. In den deutschen Gefilden ist keines der Musclecars erhältlich, weshalb sich Fans mit diversen Importeuren auseinandersetzen müssen.
Foto: AMP/Net

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