Oldtimermarkt verzeichnet Wachstum

24 Dez 8:37 am
Oldtimer

Allein in den vergangenen 5 Jahren haben sich immer mehr Autobesitzer für einen Old- oder Youngtimer entschieden, womit der Bestand an selbigen in Deutschland um 8% gewachsen ist. “Classic Cars” machen mittlerweile 14 % des gesamten Fahrzeugestandes in Deutschland aus und setzen mit dem Unterhalt der mindestens 15 Jahre alten Modelle jährlich rund 14 Milliarden Euro um. Doch was macht den Reiz der “alten” Autos aus?

Oldtimer – eine reine Gefühlsache?

Echte Oldtimer, die mindestens 30 Jahre oder mehr auf dem Buckel haben, haben viele Liebhaber. Die meisten dieser Oldtimer werden in der Regel nur zu besonderen Anlässen wie Oldtimerrallayes aus der Garage geholt und erhalten ansonsten das Altenteil mit besonderer Sorgfalt. Bedenkt man die Preise, die heute für Oldtimer erzielt werden können, ist klar, dass viele Leute einen Oldtimer nicht nur aus reiner Gefühlsduselei in ihrem Fahrzeugpark haben möchten, sondern diesen schon als eine Geldanlage ansehen. Insbesondere bei den echten Oldtimern zeigt sich häufig, dass die Grenze zwischen Ratio und Emotion fließend ist.

Youngtimer auf der Piste

Bei Youngtimern stellt sich die Situation etwas anders dar. Diese gliedern sich in zwei Gruppen: die Youngtimer mit Altersruhesitz und die Youngtimer, die noch mehr als 15 Jahren Dienstzeit auch im fortgeschrittenen Alter noch auf die Piste müssen. Der weitaus größere Anteil der Youngtimer ist also immer noch im täglichen Gebrauch. Dies lässt vermuten, dass Leute, die sich den Youngtimer in die Garage stellen und nur gelegentlich eine Tour starten, sicherlich eher eine emotionale Bindung zu ihrem Fahrzeug haben, als diejenigen die auf das Fahrzeug jeden Tag angewiesen sind. Diese Leute fahren ihren Youngtimer wahrscheinlich eher aus finanziellen und rationalen Gründen. Ein Youngtimer wird daher häufig eher als Gebrauchtwagen, denn als erhaltenswertes Kultfahrzeug und Kulturgut gesehen.

Ratio oder Emotion

Entsprechend der unterschiedlichen Nutzungsverhalten unterscheidet man daher bei den Haltern von Fahrzeugen zwischen emotionalen und rationalen Nutzern. Die rationalen Halter sehen das Auto, egal wie alt, eben als Gebrauchsgegenstand, während die emotionalen Halter echtes Herzblut in den Erhalt des lieb gewonnen Fahrzeuges legen und es entsprechend pflegen. Für Automobilhändler und Hersteller sind beide Gruppen emens wichtig. Zwar geben die Rationalen im Moment zwar weniger Geld für das Fahrzeug aus, sind aber potentielle Kunden für einen jüngeren Gebrauchten und später vielleicht sogar eines Neuwagens.
Foto: Auto-Medienportal.Net/TÜV Rheinland

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