Porsche ruft den 911 GT3 wegen Brandgefahr zurück

24 Feb 3:57 pm
Porsche 911 GT3

Rückrufaktionen sind für Automobilhersteller nichts neues mehr. Kaum einer in diesem Industriezwei wurde davon in der Vergangenheit geschont. Das es jedoch einen Sportwagen mit einem Mindestpreis von 137.000 Euro trifft ist dagegen eher selten. Welchen Hersteller es betrifft und was man tun kann, erfährt man im Folgenden.

Brandgefahr beim Sportwagenhersteller Porsche.

Im Februar 2014 informierte der Hersteller seine Kunden, dass die Fahrzeuge des Modells 911 GT3 mit der internen Bezeichnung 991 mitdem Baujahr 2014 umgehend überprüft werden müssen. Der Grund dafür ist, dass zwei Fahrzeuge dieser Baureihe in Flammen aufgegangen und vollständig aufgebrannt sind. Der erste Fall ereignete sich in der Schweiz auf der Autobahn Richtung St. Gallen. Der Fahrer bemerkte Geräusche aus dem Motorraum, nachdem er das Fahrzeug abgestellt hat, wurde eine Rauchentwicklung aus dem Bereich des Motors sichtbar. Kurz darauf stand der GT3 in Flammen und brannte aus. Der zweite Vorfall ereignete sich in Italien, wobei der Ablauf die Geschehnisse analog zu dem Vorfall aus der Schweiz waren. Zuerst hörte der Besitzer merkwürdige Motorgeräusche gefolgt von einer Rauchentwicklung und Ausbrennen des Fahrzeugs. Das Unternehmen verhängte daraufhin umgehend einen Verkaufsstopp für die Modellreihe und ruft derzeit alle Fahrzeuge zurück.

Was man als Halter eines Modells eines betroffenen Fahrzeugs nun tun sollte.

Von der Rückrufaktion sind etwa 780 Fahrzeuge betroffen, wobei das Unternehmen davor warnt, die Fahrzeuge weiter zu nutzen. Die betroffenen Kunden werden von dem Unternehmen informiert und man bietet ihnen an, die Modelle in das Zentrum zur Überprüfung zurückzuholen. Bislang geht man von einem unentdeckten Motorschaden aus, der zu einem Brand am Motor führen kann. Die Maßnahmen, die man als Halter treffen kann, lassen sich in drei einfache Schritte unterteilen:

  • – Fahrzeug unbedingt stehen lassen!!!
  • – Das Unternehmen kontaktieren oder warten, das man kontaktiert wird
  • – Fahrzeug abholen lassen

Das Rückrufaktionen meist zahlreiche Fahrzeuge betrifft lässt sich zum einen mit der Massenproduktion in der heutigen Zeit erklären und zum anderen mit immer kürzeren Intervallen bei der Überarbeitung der jeweiligen Modelle. Die kurzen Intervalle sorgen dafür, dass versteckte Fehler oft unentdeckt bleiben und auf diese Weise in Produktion gehen. Zwar versuchen die Hersteller diese Fehler bereits im Vorfeld ausfindig zu machen, allerdings gelingt dies nicht immer und die automatisierte Produktion sorgt dafür, dass die Modelle mit dem Fehler in hohen Stückzahlen produziert werden.
Foto: ampnet

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