Probleme an der Servolenkung BMW ruft in China 143.000 Autos zurück

07 Aug 12:35 pm

Die BMW mussten mehr als 140.000 Autos aus China zurückrufen. Der Grund hierfür sind mögliche Probleme mit einer Servolenkung in der 5er Modellreihe. Dies ist für den Autohersteller bereits der zweite Rückschlag in China innerhalb von wenigen Wochen.


Sicherheitsrisiko in der 5er Serie
Rund 140.000 Autos, die von einem Gemeinschaftsunternehmen hergestellt wurden, mussten von BMW aus China zurückgerufen werden. Den Grund dafür will die zuständige Behörde des Landes erkannt haben. Es liegt ein Sicherheitsrisiko bei der Servolenkung der Fahrzeuge vor. So könnte im Extremfall sogar Wasser in das Servolenkungssystem des Fahrzeuges eindringen. Dies oder sich bildender Ost könnten dann die Lenkung beeinträchtigen und zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko führen.
BMW bestätigte inzwischen diese Berichte. Es seien die Modelle des Fünfer BMW betroffen, die im Werk Shenyang gefertigt wurden.

Weiterer Rückschlag für die BMW
Dies stellt für BMW einen weiteren Rückschlag auf dem chinesischen Markt dar. Der Hersteller kämpft des Weiteren mit scharfem Wettbewerb und einem nachlassenden Wachstum in China.
Bereits im Juli hatte die chinesische Regierung Automobilhersteller verboten eines seiner Werke auszubauen, weil es Umweltbedenken äußerte. So seien Themen, wie etwa die Abwasserreinigung unzureichend behandelt worden.
Aus der Sicht von BMW ist dies jedoch ein ganz formaler Vorgang. Es wurden lediglich Pläne zurückgesandt, aber nicht abgelehnt. Dies sei ein ganz normaler Prozess und kein Anzeichen für schwerwiegende Probleme.
Immerhin beansprucht BMW für sich, auf der ganzen Welt die nachhaltigsten Werke der Automobilbranche zu bauen.

China erlässt Importverbot
Neueste Studien zufolge muss BMW mehr Fahrzeuge zurückrufen als andere Automobilbauer. Bislang waren bei der letzten großen Rückrufaktion des Herstellers im Jahre 2012 rund 3 Millionen Autos betroffen. Dabei verkauften die BMW im letzten Jahr gerade einmal 1,5 Millionen Wagen weltweit. Dies macht das Ausmaß der Rückrufaktion deutlich.
Weiterhin drohen den deutschen Automobilhersteller, die Oberklasse Pkw in Ihrem Angebot führen, neue Kartellermittlungen aufgrund zu hoher Preise. Dies ließ die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua vorherige Woche verlauten. Besonders kritisiert wurden Import-Fahrzeuge, bei denen bestimmte Teile doppelt so teuer seien, als vergleichbare Teile aus China. Dies gilt im Besonderen für den BMW Geländewagen X5.
China erhöht also weiterhin den Druck auf inportierende Automobilhersteller, ohne sich den eigenen Problemen stellen.

Bild: BMW

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