So bleibt der Autolack wie neu und wann lohnt es sich Autos neu zu versichern, um zusätzliche Kosten für die Beseitigung von Lackschäden zu vermeiden

12 Feb 4:03 pm

Das Auto wird das ganze Jahr über verschiedenen Lack schädigenden Einflüssen ausgesetzt. Im Winter ist dies Eis, Schneematsch, Streusalz und -splitt. Zu den restlichen Jahreszeiten vor allem UV-Strahlung, Insekten, Vogelkot sowie Baumharz. Diese Gegebenheiten können dazu führen, dass der Autolack seinen ursprünglichen Glanz verliert, zerkratzt und dadurch stumpf und ausgeblichen wirkt. Darum sollte das Fahrzeug regelmäßig gründlich von Schmutz gereinigt werden.

Ferner können Parkrempler oder Hagel zu Dellen und Kratzern führen. In diesem Fall kann das sogenannte Smart-Repair relativ kostengünstig den Wagen wieder auf Vordermann bringen. Besonders bei Lackabplatzern ist Vorsicht geboten, da diese schnell zu unschönen Roststellen führen können.

Das schonende Waschprogramm

Zuerst mit dem Hochdruckreiniger den gröbsten Dreck entfernen und die Lackoberfläche einweichen. Dabei ist es wichtig, genügend Abstand zum KFZ halten, da sonst Lackabplatzer drohen. Zudem gilt es zu beachten, dass sich viele Schmutzablagerungen, verborgen in Felgen, Radkästen und Türfalzen, befinden. Bei Schwellern, Stoßfängern, Tür- und Kofferraumrahmen empfiehlt sich die Verwendung eines mit Wasser getränkten Schwamms.
Nun kann das Automobil mit dem Schwamm und Autoshampoo eingerieben werden. Zusätzlich können hartnäckige Schmutzstellen mit einem handelsüblichen Lackreinigungsmittel behandelt werden. Danach die losen Schmutzreste mit Wasser abspülen. Die nasse Lackoberfläche kann nun trocken geledert werden. Profis verwenden hierbei auch einfache Trockentücher, die sanft über den Lack gezogen werden.

Wichtige Hinweise: Das Fahrzeug nie in der Sonne reinigen, da sich sonst die Reinigungsmittel in den Lack brennen und dies zu schlechten Reinigungsergebnissen führt. Um Lackabnutzungen zu vermeiden, ist bei der Wahl des Lackreinigungsmittels auf die Intensitätsstufe zu achten, diese ist je nach Lackzustand zu variieren. Natürlich kann die Lackreinigung auch bequem einer Waschanlage oder einer professionellen Fahrzeugaufbereitung überlassen werden. Wobei Letzteres teurer ist und Ersteres oftmals zu einem schlechteren Putzergebnis führt.

Methoden und Verfahren zur Lackversieglung

Nachdem das Auto schonend gewaschen und der Lack absolut schmutzfrei und trocken ist, kann das Finish beginnen. Zuvor ist der Schutz der Kunststoffteile mit einem Pflegemittel ratsam. Bei älterem Lack ist zudem das Polieren der Oberflächen mit einer Politur für ein besseres Glanzergebnis sinnvoll. Die anschließende Lackversieglung hilft die Oberfläche vor negativen Umwelteinflüssen zu schützen, dass der Schmutz weniger haftet, sodass das Putzergebnis länger bestehen bleibt und den Autolack aufzufrischen beziehungsweise zu konservieren.

Die gängigste und kostengünstigste Methode ist die Versiegelung der Oberfläche mit Wachs, bei Verwendung von Frottee- oder Microfasertüchern. In Waschstraßen wird dabei oft ein Heißwachsverfahren angeboten. Dabei übernimmt die Anlage in Sekundenschnelle die ganze Arbeit. Diese Variante hat den Nachteil, dass nur eine dünne Schicht Wachs den Lack versiegelt, was dazu führt das beim ersten Regenschauer dieser Schutz abgelöst wird. Eine andere Möglichkeit ist das Auftragen von Kaltwachs, was aufwendiger ist, jedoch einen länger anhaltenden Schutz bietet. Übernimmt man diese Arbeit selbst, sollte darauf geachtet werden, dass das Auto absolut schmutzfrei ist, da sonst Lackschäden drohen.

Eine weitere Variante ist die Polymerversiegelung. Dabei steht ein breites Angebot an Versiegelungsmitteln in unterschiedlichen Preis- und Schutzdauerklassen zur Verfügung, wobei eine nanobionische Lackbeschichtung zur Oberklasse gehört. Dieses Schutzverfahren verschließt jegliche Lackporen und sorgt so für eine glatte Oberfläche. Ähnlich wie bei der Lotuspflanze perlt Nässe in Form von Tropfen von der Fahrzeugoberfläche ab und nimmt dabei Schmutzablagerungen mit: der Lotuseffekt. Die Schutzwirkung endet dabei, je nach Beanspruchung, erst nach bis zu vier Jahren oder 40.000 Kilometern.

Diese Versicherungen übernehmen in bestimmten Fällen die Kosten für Lackschäden

Grundsätzlich übernehmen die meisten Kaskoversicherungen die Kosten für Lackschäden, die durch Steinschlag, Hagel oder beim Parken entstehen. Bei anders verursachten Lackmängeln muss der Fahrzeughalter oft selbst für die Kosten aufkommen. Wem der Lackzustand des eigenen Autos nicht egal ist, der sollte sein Fahrzeug regelmäßig pflegen und dabei auf die oben genannten Tipps achten. Zudem bietet eine Vollkaskoversicherung die umfangreichere Kostenübernahme gegen über einer Teilkaskoversicherung. Dabei ist der Vollkaskoversicherungsschutz nicht unbedingt teurer, will man Autos neu versichern. Es lohnt also der Tarif-Vergleich bei der Neuzulassung eines Autos. Dies gilt teilweise auch bei bis zu acht Jahre alten Fahrzeugen oder bei Automobilen mit erheblichem Wert, wie Oldtimern. Wenn eine Selbstbeteiligung vereinbart wird, kann zusätzlich gespart werden.

 

Bildquelle: Pixabay.com

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