Stagnation in der deutschen Automobilbranche – Premiummarken beliebt

08 Jul 10:00 am

Ist das erste halbe Jahr vergangen betrachtet man gerne die bis jetzt erreichten Dinge und gibt sich zufrieden bis kämpferisch, je nachdem, was man im nächsten halben Jahr erreichen will. Nachdem das Kraftfahrzeugbundesamt seine Zulassungsstatistiken veröffentlicht hat, soll nun ein Blick auf die Autohersteller geworfen werden. Wer ist hier mit den vergangenen sechs Monaten zufrieden? Wer hat sich mehr erhofft, wer hat seine gesteckten Ziele erreicht oder sogar übertroffen?

Allgemein ist am deutschen Automarkt eine Stagnation festzustellen. Gewachsen wird in dieser Branche derzeit vor allem im Ausland. Der Lobbyverband VDA geht in der Zukunft vom Abbau von Produktionskapazitäten in Europa aus. Die Hersteller von Nobelkarossen können dagegen zuversichtlich in die Zukunft schauen. In einem Satz ausgedrückt lässt sich sagen: Wer derzeit in den Bau von Premiummarken investiert und dieselben in Asien und Nordamerika an den Mann bringt, wird auch künftig auf der Straße des Erfolgs fahren. Ein Blick ans andere Ende der Skala zeigt Konzerne, die sich der Kompaktklasse verschrieben haben und abhängig vom südeuropäischen Markt sind. Matthias Wissmann als Präsident des VDA spricht von schweren Zeiten für jene Unternehmen.

Der Verband geht davon aus, dass im Jahre 2012 von den deutschen Autobauern 13,5 Millionen Pkw hergestellt werden. Das entspricht einem Plus von vier Prozent. An und für sich hört sich das nicht schlecht an, nimmt man jedoch die Zahl auseinander, sieht die Bilanz weniger rosig aus. Denn außerhalb Deutschlands erfolgt die Montage von rund acht Millionen Fahrzeugen. Demgegenüber bleiben lediglich 5,5 Millionen Fahrzeuge für inländische Fertigungsstätten übrig. Damit stagniert die Anzahl der im Inland produzierten Wagen.

Für das kommende Jahr prognostiziert der Verband ähnliche Werte. Wissmann räumt aber gleichzeitig ein, dass es zu viele Autofabriken in Europa gibt. Darum werden sich auch hierzulande Veränderungen der Kapazitäten auf einzelnen Gebieten ergeben. Durch die Eurokrise brechen die Märkte ein. Die besonders wichtigen Märkte Italien und Spanien befinden sich darunter. Diese Tatsache ist gerade für Citroën/Peugeot (PSA) und Fiat hart. Gemäß Medienberichten plant der französische Autobauer den Abbau von bis zu 10.000 Stellen.

Die Wagen des PSA-Konzerns mussten im Juni auf dem Heimatmarkt einen Absatzrückgang von rund neun Prozent hinnehmen. Daran ändert auch die neue Kooperation mit Opel nichts. Auch die Marke verzeichnete ein Minus von über neun Prozent. Ein Herunterfahren der Kapazitäten ist nach Expertenmeinung bei Opel unvermeidbar.

Mercedes und Audi können sich dagegen die Hände reiben. Sie haben sowohl im eigenen Land als auch auf den Weltmärkten außerhalb Deutschlands zugelegt. Ob es nun die USA, China oder sogar Märkte in Drittländern wie Mexiko und Indien sind, die deutschen Autobauer gewinnen hier immer mehr an Bedeutung.

Bildquelle: David Villarreal Fernandez

Bildbeschreibung:

Mercedes-Benz F800 Style, un adelanto de la nueva generación del Mercedes-Benz CLS.

Mercedes-Benz F800 Style previews the next generation Mercedes-Benz CLS.

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