Tipps zum Verhalten in der Werkstatt

29 Jul 3:40 pm

Die Auswahl der richtigen Werkstatt hängt regelmäßig davon ab, in welchem Bereich die Arbeiten durchzuführen sind. So ist eine Vertragswerkstatt in der Regel die erste Wahl für Garantiefälle, eine freie Werkstatt hingegen für Gebrauchtwagen geeignet, da man hier bei den Ersatzteilen ein Wort mitreden kann. Beides aber garantiert nicht allein aufgrund dieses Prinzips einen reibungslosen Ablauf, was bei teuren Reparaturen zum Problem werden kann, denn als Laie überblickt man diesen Bereich häufig nur unzureichend.

Wir geben Ihnen Tipps zur Hand, wie Sie von Anfang an eine saubere Dokumentation sicherstellen und wie im Falle von Problemen zu agieren ist.
Generelle Dinge

Definieren Sie zu erledigende Aufgaben genau, sodass der Werkstatt kein Freibrief gegeben wird, nach eigenem Ermessen Zusatzarbeiten durchzuführen. Formulierungen wie „Für den TÜV fertig machen“ sind deshalb denkbar ungeeignet, da alles eine Auslegungssache ist. Stellen Sie in Anwesenheit des Mitarbeiters der Annahme sicher, dass in der Werkstatt auch tatsächlich nur die genannten und besprochenen Punkte geregelt werden, indem Sie eine Kopie fordern.

Zahlungen sind ausschließlich nach erfolgter Reparatur zu leisten, sonst haben Sie später nur schwerlich die Gelegenheit, aufgrund von Verzögerungen und dergleichen die Leistung zu kürzen.

Sind Sie nicht ganz sicher, an welchen Punkten es hakt, wird die Werkstatt den Aufwand für die Fehlersuche regelmäßig in Rechnung stellen. Dabei gilt in der Praxis, dass mit dem günstigsten Einzelteil begonnen werden muss.

Sofern bei der Abholung noch Mängel ersichtlich sind, sollten Sie der Werkstatt eine Frist zur Nachbesserung setzen , die im Rahmen von einem Tag bis einer Woche liegt.

Lassen sich Defekte am Auto auf einen vorherigen Werkstattbesuch zurückzuführen, gilt hierfür selbstverständlich die gesetzliche Gewährleistungsfrist von zwei Jahren. In den Bedingungen kann zudem eine Verkürzung auf ein Jahr festgelegt sein, außerdem gilt binnen der ersten sechs Monate die sogenannte Beweislastumkehr. Sie bedeutet, dass die Werkstatt in der Pflicht steht, anhand geeigneter Belege und Dokumentationen zu beweisen, dass die Mängel neu sind und bei der Übergabe nicht bestanden. Bei bestimmten Automarken aus Deutschland jedoch kann man im Internet anhand der Modelle feststellen, in welchen Bereichen häufig Defekte auftreten oder mit hohem Verschleiß zu rechnen ist, was beim Gebrauchtwagenkauf beachtet werden sollte.

Kostenvoranschlag sinnvoll

Lassen Sie mündlichen Aussagen stets einen Kostenvoranschlag folgen, der für beide Seiten verbindlich ist. Regelmäßig ist eine Abweichung in Höhe von 15 Prozent statthaft, sodass im Grunde eine gute Planbarkeit gegeben ist. Zahlen Sie dafür anteilig einen Betrag, ist dieser bei einer späteren Beauftragung selbstverständlich zu verrechnen. Es kann sinnvoll sein, anhand der Einzelteile und des veranschlagten Zeitaufwands nachzurechnen, ob diese Kalkulation dem Grunde nach stimmt.

Bildquelle:Flickr.com/danmuc82

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