Woran erkennt man Winterreifen?

24 Okt 8:56 am
Winter Fahrbahn

Wenn der Winter einsetzt, ist es wichtig Winterreifen zu verwenden. Bei Schnee und Glätte sind ausschließlich sie die richtige Maßnahme. Nur so kann das Fahrzeug sicher gesteuert werden.

Merkmale der Winterreifen

Zunächst einmal ist das Profil der Winterreifen gröber als das Profil von Sommerreifen. Die wichtigsten Merkmale sind jedoch die Buchstaben “M & S“. Sie stehen für “Mud and Snow§ (Matsch und Schnee). Darüber hinaus verfügen Winterreifen immer über eine Schneeflocke, die stilisiert ist. Sie befindet sich in einem Dreieck auf der Karkasse. Die Abkürzung für “Mud and Snow” ist jedoch nicht geschützt. Theoretisch dürfte diese Bezeichnung auch auf allen Sommerreifen stehen. Dies ist sogar bei diversen Importmodellen möglich. Die Schneeflocke allerdings ist ein geschütztes Merkmal für Winterreifen. Daran ist ein Winterreifen also einwandfrei zu erkennen.

Profiltiefe

Die gesetzliche Mindestprofiltiefe von Winterreifen beträgt 1,6 mm. Man sollte die Winterreifen jedoch niemals so stark abfahren bis sie diese Mindesttiefe erreicht haben. Eine Profiltiefe unter 4 mm kann die Tauglichkeit der Winterreifen enorm stark beeinträchtigen. Die Lamellen (verantwortlich für die Vergrößerung der Griffkanten) sind bei einer geringeren Profiltiefe nicht mehr komplett vorhanden. Die Reifen verlieren daher die wichtigste Funktion, den Grip.

Lamellen der Reifen

Lamellen sind zarte Profileinschnitte (zumeist wellenförmig). Sie sind für den Verzahnungseffekt auf der Straßenoberfläche verantwortlich. Sie bilden die Griffkanten. Bis zu 2000 Lamellen sind an einem Winterreifen vorhanden. Dies ist ein weiteres, sehr prägnantes Merkmal um Winterreifen von Sommerreifen unterscheiden zu können. Sommerreifen haben keine oder nur sehr wenige Einschnitte in den Profilklötzen. Durch die Lamellen wird eine Erhöhung der Kantenlänge erzielt. Dadurch ist auf jeden Fall ein besserer Halt auf der Straße gewährleistet.

Laufflächenmischung

Eine besondere Laufflächenmischung der Winterreifen sorgt bei sehr tiefen Temperaturen dafür, dass das Gummi der Reifen nicht aushärtet. Dieses Merkmal ist jedoch für ungeübte Augen nicht sehr einfach zu erkennen.

Wann ist ein Reifenwechsel notwendig?

Spätestens bei Temperaturen, die nur wenig höher als der Gefrierpunkt sind, ist ein Wechsel zu Winterreifen ratsam. Bei diesen Temperaturen haben Sommerreifen auf nassen und trockenen Fahrbahnen einen wesentlich kürzeren Bremsweg als Winterreifen. (Bei Tirendo gibt es einen Reifenratgeber für Winterreifen, denn wir euch empfehlen). Allerdings hat die Qualität der Straße (insbesondere bei Schnee und Glätte) eine wesentlich größere Einwirkung darauf, ob ein Wechsel der Reifen notwendig wird oder nicht. Die Temperatur alleine ist nicht entscheidend.

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