Auf Herz und Nieren getestet – der Mitsubishi L 200 2,5 DI-D Intense

08 Jun 10:46 am
Fahrbericht Mitsubishi L 200 2,5 DI-D Intense Doppelkabine

Foto: Ampnet

Die Geschmäcker bei Fahrzeugen sind ja bekannt verschieden und generell lässt sich über Geschmack ja auch nicht streiten aber ein wenig sonderbar kommt der Mitsubishi L 200 Double Cab mit seinem Aufsatz auf der Ladefläche schon daher. Durch diesen Aufsatz wirkt der Japaner wie ein sehr langgezogenes Coupé mit entsprechendem Heck, welches eher suboptimal mit der Doppelkabine des Pick-ups harmoniert. Dieser etwas eigenwilligen Optik zum Trotz wurde der Veröffentlichung dieses Fahrzeugs in der Welt der Automobilbranche mit einer Spannung entgegengesehen, wie sie kaum ein anderes Fahrzeug für sich in Anspruch nehmen dürfte.

Mächtige Erscheinung

Trotz dieser eigenwilligen Optik ist der Misubishi L 200 Double Cab eine imposante Erscheinung und hinterlässt mit seinen Ausmaßen von 5,26 Metern in der Länge einen bleibenden Eindruck. Kraftvoll ist auch das, was der Japaner aus der thailändischen Produktion unter seiner Haube zu bieten hat – hier arbeitet ein 2,5-Zylinder-Diesel und setzt die 131 kW / 178 PS auch ordentlich und hörbar um. Dieselfreunde werden sich an die Anfangstage des Motors zurückerinnern. Eine Fünf-Stufen-Automatik-Gangschaltung holt den Nostalgiker dann wieder in die Gegenwart zurück denn es gibt die Option, auf manuellen Gangwechsel umzuschalten. Der gewaltige Wählhebel sorgt auch, nach einer kurzen Sekunde Übertragungszeit, für eine gute Umsetzung der Kraft auf die Straße. 350 Newtonmeter Drehmoment sorgen für einen sehr guten Antrieb. Mit ca. 11 Litern auf 100 Kilometern ist der Spritverbrauch angesichts der mächtigen Fahrzeugausmaße durchaus angemessen. Selbst bei Geschwindigkeiten von 150 bis 160 Km/h läuft der Wagen sehr ruhig und flüssig, die Blattfedern der Hinterachsen machen ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Wer es gerne etwas zügiger bevorzugt kann den Mitsubishi L 200 Double Cab auch auf Geschwindigkeiten jenseits der 180er-Marke hinaustreiben, sollte dann allerdings – angesichts der sehr weichen Lenkung – das Lenkrad stärker im Griff behalten.

Bei dem Fahrkomfort wurde eindeutig das Hauptaugenmerk auf die Benutzerfreundlichkeit gelegt, auch wenn die Ausstattung sicherlich nicht gerade neue Akzente setzt. Elektrisch einklappbare Spiegel sowie ein Lederlenkrad mit Bedienelementen plus Sitzheizung finden sich in vielen Modellen der heutigen Zeit wieder und dürfen daher als Standard betrachtet werden. Klimatronic und Bluetooth sowie ein Tempomat bilden dann die einzigen weiteren Komfortelemente des Fahrzeugs, weitere Assistenzsysteme sind jedoch nicht vorhanden. Diese wären zwar durchaus wünschenswert gewesen doch mit seinen großen Seitenspiegeln kompensiert der Japaner dieses kleine Manko dann auch wieder. Vom Werk aus sind die Vordersitze recht flach, doch der Fahrer hat die Gelegenheit diese elektrisch nach seinen Wünschen einzustellen. Um in das Fahrzeug hineinzugelangen stehen an der Seite Trittbretter zur Verfügung und im Kofferraum ist Platz en Masse vorhanden. Als Fazit kann festgehalten werden, dass der Mitsubishi L 200 ein überaus alltagstauglicher Pick-up ist, der sich auch ohne Assistenzsysteme sehr gut fahren lässt.

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