Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte – Die Ära Ford Taunus

24 Sep 8:04 am
Ford Taunus

Foto:ampnet

Seit dem Jahr 1939 brachten die Ford Taunus Modelle eine Vielzahl von gravierenden Veränderungen in den Mittelklassebereich ein. Immer wieder wurden die neuen Versionen wie zum Beispiel 12M, 17M oder 20M zum Verkaufsrenner und symbolisierten neue Meilensteine in Sachen Design, Raumgestaltung, Sicherheit und Komfort. Die Anerkennung und Begeisterung in weiten deutschen Bevölkerungskreisen über die Quantensprünge in der Automobilentwicklung führte nach dem Zweiten Weltkrieg zu markanten Spitznamen.

Der “Buckel-Taunus” nimmt Fahrt auf

Nachdem der Ford Taunus in die Fußstapfen des Ford Eifel getreten war, erfolgte nach den Kriegswirren im Jahre 1948 die Vorstellung der verbesserten Version auf der Exportmesse in Hannover. Durch die stark ausgeprägte Heckrundung hatte der Taunus im Volksmund die Bezeichnung “Buckel-Taunus” erhalten. Die überarbeitete Ausführung verfügte über eine optimierte Funktionalität und bessere Fahreigenschaften aufgrund der technischen Weiterentwicklung. In den Jahren 1950 und 1951 folgen neue Stoßfänger, Vierganggetriebe und beeindruckend größere Fenster.

Die “Weltkugel” überzeugt durch innovative Technik

Eine Revolution im Karosseriebau und Fahrzeugdesign stellte der neue 12M mit der selbsttragenden Ponton-Karosserie dar. An der Vorderkante der Motorhaube ragte mit außergewöhnlicher Symbolausstrahlung die Weltkugel, die dem innovativen Modell diesen Namen auch schnell in der staunenden Bevölkerung einbrachte. Vor allem der großzügige Platz für die Insassen und die Vorderachse mit Einzelradaufhängung waren entscheidende Vorteile zur vergleichbaren Konkurrenz. Außer der zwei- und viertürigen Limousine war der 12M P2 auch als Kombi und Kastenwagen erhältlich. Karosseriebauer Deutsch bereicherte die Auswahlmöglichkeiten durch eine Cabriolet-Version. Eine weitere Verbesserung der Ausstattung konnte der im Jahre 1955 auf den deutschen Markt vorgestellte 15M aufweisen. Im Jahre 1959 erhielt der 12M P2 ein allerletztes Facelifting.

Ein auffälliges Design charakterisiert den neuen 17M

Das mit großem Bevölkerungsinteresse wahrgenommene kreative Design des 17M führte zu der Bezeichnung “Barock-Taunus“. Durch die technisch hochmodernen McPherson-Federbeine im vorderen Achsbereich wurde die Fahrkultur spürbar angehoben. Zur Serienausstattung des 17M de luxe zählten außerdem gepolsterte Armaturenbretter und Sonnenblenden. Eine Windschutzscheibe aus Verbundglas sorgte für mehr Sicherheit. Einen höheren Komfort gewährleisteten vorne wie hinten bequeme Mittelarmlehnen. Zur Werksausstattung zählten auch Rückfahrscheinwerfer, Tageskilometerzähler und eine Lichthupe. Ein luxuriöses Highlight waren die wahlweise bestellbaren Sitzbezüge aus echtem Leder. Aufgrund des verbesserten Drehmoments war das neue Modell durchzugsstärker.

Im Jahre 1960 folgte der Ford Taunus 17M P3 – Die “Badewanne” mit der Vernunftslinie

Das schnörkellose Modell hatte im Unterschied zum Vorgängermodell weder Heckflossen noch übermäßigen Chromschmuck und erinnerte durch seine sachlichen Designkonturen nur noch wenig an eine amerikanische Herkunft. Die Kombi-Version 17M Turnier besaß alle Vorzüge für ein erschwingliches Großraumfahrzeug für Familien, die auch ausreichenden Platz im Kofferraum für das Gepäck haben wollten.

Eine gelungene Rundumerneuerung: Der 12M P4

Mit einem frontgetriebenen V-Motor und einem ungewöhnlich großen Innenraum zeigte der Ford Taunus 12M P4 seine Vorzüge. Ein preiswerter Familienwagen mit beachtlichen Fahrleistungen konnte sich wiederum gegenüber seiner Konkurrenz durchsetzen. Mit der Bewältigung einer Langstrecke, die der Entfernung von der Erde zum Mond entspricht, lieferte der P4 einen exklusiven Beweis seiner Robustheit.

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