Ford baut den Fiesta weiterhin in Köln

16 Jun 11:34 am
Ford

Foto: AMPNET

Das Thema Rumänien ist erst einmal “vom Tisch“. Es bleibt dabei: Ford Fiesta weiterhin in Köln! Erleichterung bei den Käufern und Sicherung das Standortes Köln mit vielen seiner Arbeitsplätze. Die Mitarbeiter haben eine Garantie, weiter angestellt sein zu können, müssen aber wohl oder übel auch einige Zugeständnisse machen. Die Werke in Köln und Saarlouis beschäftigen insgesamt rund 24.000 Angestellte.

Damit ist Ford einer der größten Arbeitgeber in Deutschland.

Der Geschäftsführer, Bernhard Mattes, bestätigte, dass auch die das nachfolgende Modell weiter an den beiden Standorten produziert werden wird. Die Garantie der Beschäftigung für die Mitarbeiter verlängert sich nun bis Ende 2021. 5 weitere Jahre sorgenfrei Leben und eine Anstellung zu haben, ist heute schon viel.

Wie kam es zu der Idee, in Rumänien zu produzieren?

Hier sind die Löhne immer noch wesentlich geringer als in Deutschland. Es gab viele uns sehr lange Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat über mögliche Reduzierungen der Kosten und der Beschäftigung der eigenen Mitarbeiter. Dennoch wurden Lösungen erwartet, wie in Köln künftig kostengünstiger produziert werden kann. Dabei soll auch die Flexibilität ansteigen. Vom Jahr 2017 bis 2021 sollen Einsparungen in Höhe von 295 Euro möglich sein.

Künftig weniger Fertigungen in Europa bei Ford

Leider gibt es auch einige Zugeständnisse, die die Arbeiter der Ford Werke in Köln hinnehmen müssen, um ihre Arbeitsplätze zu behalten.
Ab 2017 sollen keine Sonderzahlungen, kein Sonderurlaub aufgrund eines Firmenjubiläums und auch nach der Betriebszugehörigkeit von 25 Jahren. Diese Boni werden abgeschafft, dafür aber die Arbeitsplätze erhalten. Laufende Gehälter und Löhne werden nicht minimiert und bleiben unangetastet. Auch für neu eingestellte Mitarbeiter werden die Tariflöhne weiter gezahlt.

Was ändert sich nun bei Ford in Köln?

Bisher wurde in einem regelmäßigen Dreischicht-Betrieb gearbeitet. Fortan wird dies umgestellt auf ein flexibles Zweischicht-Modell. So soll die Fertigung effektiver gestaltet werden. Bei der Fertigung der Motoren wird hingegen eine dritte Schicht eingeführt, so dass auch hier effektiver gearbeitet werden kann. Dafür wird es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Außgelagerte Aufträge werden nun wieder ins Werk Köln zurück geholt und sorgen für mehr Aufträge. Sollte hier ein Personalüberhang entstehen, werden älteren Mitarbeitern flexible Teilzeit-Lösungen angeboten. 2015 sollen endlich wieder schwarze Zahlen geschrieben werden damit der Ford Fiesta weiterhin in Köln weiterhin einen sicheren Standort hat.

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