Mercedes und der AMG GT – eine technologische Symbiose

16 Sep 11:27 am
Benz AMG GT

Foto: ampnet

Die Buchstabenkombination GT – seit jeher steht sie als Synonym für die High-Performance Marke von Mercedes-Benz. Denn Mercedes und AMG gehören seit dem Jahr 1967 zusammen. Bei AMG, einer Tochterfirma von Mercedes-Benz, werden Serienfahrzeuge von Mercedes zu den leistungsstärksten Modellen aufgewertet, die der Kunde im Straßenverkehr bewegen kann. AMG präsentiert – Weltpremiere des GT. Denn hier wird nun der neue AMG GT auf die Straße gebracht, der als Nachfolgemodell des legendären Mercedes 300 SL bestimmt ist. Die Weltpremiere des AMG GT in Affalterbach, dem Standort der AMG-Werkstätten im Landkreis Ludwigsburg, hat für die Fans dieser Fahrzeuge alle Erwartungen erfüllt. Zur Vorstellung des Sportlers wurde extra der bekannte Formel-1 Pilot Nico Rossberg verpflichtet.

Ein reinrassiger Sportwagen für zwei Personen

AMG will mit dem GT traditionsbewusst die Qualitäten der “alten” Mercedes 300 SL aufrecht erhalten. Dies werden Sie sehen, sobald Sie den neuen GT erblicken. Ein gewollt “böser Blick“, der solch einen ersten Eindruck in Verbindung mit den Frontscheinwerfern vermittelt, setzt sich durch die Designlinie des GT mit einer extrem lang wirkenden Motorhaube fort. Der Kühlergrill wirkt dazwischen wie ein großer Fels, der sich dem Fahrtwind entgegenstellt. Die Fahrgastkabine nimmt dagegen eine recht flache Form an, was von den AMG Designern gewollt ist. In dieser haben maximal zwei Personen Platz; für einen Familienausflug ist dieses Fahrzeug jedenfalls nicht bestimmt. Das Fahrzeugheck kommt ohne Verzierungen aus, es ist quasi rund und glatt gestaltet. Damit ist dem Mercedes AMG GT insgesamt ein windschnittiges Design geschneidert worden, das Sie wahrscheinlich schon im Stand begeistern wird. Der AMG GT ist mit schmalen LED-Rücklichtern ausgestattet, die diese Formgebung zusätzlich betonen. Wenn Sie dem Heck weitere Aufmerksamkeit schenken, werden Sie zwei trapezförmige Auslassrohre entdecken, die weit unten im Stoßfänger integriert sind. Das sind die sichtbaren Enden der Auspuffanlage des AMG GT, die ein weiteres Designelement darstellen.

Der AMG GT – ein Auto für technikaffine Menschen

Mit seinen technologischen Eckdaten werden Sie als Sportwagenfan garantiert vom neuen Mercedes AMG GT begeistert sein. Der Motor schöpft seine Leistung von 462 PS oder alternativ als AMG GT S-Version von 510 PS, aus einem Hubraum von vier Litern. Dieses hohe Leistungsspektrum wird durch den Einbau eines Doppelturboladers erreicht. Bei der S-Version werden dabei sage und schreibe 650 Newtonmeter (Nm) erzielt, die auf die Hinterachse des Sportlers wirken. Verwaltet wird diese Leistung von einem 7-Gang Sportgetriebe, das seit den Zeiten des 300 SL kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Die vier Liter Hubraum verteilen sich übrigens auf insgesamt acht Zylinder. Diese Motoren-Bauart sorgt darüber hinaus für eine adäquate Laufruhe. Als Anhänger des AMG GT wird Sie sicherlich die Literleistung des Motors interessieren. Diese ist für den GT-S mit 128 Pferdestärken (PS) angegeben. Eine gewaltige Zahl. Dazu noch eine Anmerkung, was die besondere Bauart des Triebwerks betrifft. Der Achtzylinder ist von AMG neu entwickelt worden, und firmiert als sogenannter Zylinder-V-Motor. Das bedeutet, drücken Sie auf das Gaspedal des GT, dreht die Kurbelwelle bis hin zu 7.200 Umdrehungen pro Minute hoch. Was bei anderen Motoren absolut schädlich wäre, ist beim AMG GT gewollt und technisch so konzipiert worden. Techniker bezeichnen diesen Motor auch als “Innen-V-Triebwerk”. Mit der daraus resultierenden Kraftentfaltung wäre es Ihnen möglich, den AMG GT bis über 300 km/h zu beschleunigen. Die S-Version bringt es damit bis zu 310 km/h. Wenn Sie jetzt denken das diese Aspekte einen immens hohen Verbrauch zur Folge haben – sprechen zumindest die offiziellen theoretischen Technikdaten eine andere Sprache. Laut Papier soll der AMG GT “nur” circa 9,3 Liter pro einhundert gefahrener Kilometer verbrauchen. Dies wurde auf dem hauseigenen AMG-Prüfstand zwar in etwa bestätigt. Dennoch dürfte es sich um einen eher theoretischen Wert handeln, der bei zügiger Fahrweise leicht nach oben ansteigen dürfte.

Ein reinrassiger Sportwagen für den Straßenbetrieb

Eine Doppelquerlenkerachse sorgt mit einer Verteilung des Fahrzeuggewichts von 47 zu 53 für eine hervorragende Straßenlage. Auch in Kurven macht sich diese Bauart positiv bemerkbar. Der AMG GT wird selbst bei höheren Geschwindigkeiten sicher durch die Kurve getragen – und nicht hinaus. In der GT-S Version besitzt der Sportwagen zusätzlich eine elektronische Einstellung der Stoßdämpfer. In dieser Variante kann der Motorblock noch um zusätzliche 5,5 cm abgesenkt werden. Damit erhalten Sie eine Schwerpunktlage, die schon die von waschechten Rennwagen heranreichen dürfte. So ausgerüstet, werden Sie keine Schaukelbewegung der Karosserie bei Kurvenfahrten spüren. Die Bremsanlage besteht je nach Version der 19- beziehungsweise 20-Zoll Rädern aus Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 360 mm oder 402 mm. Damit kann der AMG GT in Sekundenschnelle zum Stillstand gebracht werden. Das neue Bremsbeläge hier allerdings etwas teurer sind als bei einem Mercedes W 210 – das braucht sicherlich nicht besonders betont werden.

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