Sicherheit durch Winterreifen

20 Okt 9:16 am
Winterreifen auf Sicherheit achten

Foto: ampnet

Die Straßenverkehrsordnung schreibt seit dem Jahr 2006 ausdrücklich vor, dass die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen an die Witterungsverhältnisse angepasst werden muss. Dies gilt insbesondere für eine geeignete Bereifung. Der optimale Zeitpunkt hängt dabei von den wetterbedingten Straßenverhältnissen ab. Bei Schnee, Eis und Frost haben Winterreifen dank ihrer weichen, jedoch scharfkantigen Profillamellen erhebliche Vorteile gegenüber den Sommerreifen.

Vorteile Winterreifen

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, rüstet sein Auto nicht erst bei entsprechenden Witterungsverhältnissen, sondern rechtzeitig mit ordentlichen Winterreifen aus. Wenn der Winter mit einem Mal heftiger zuschlägt als erwartet, muss nicht erst ein Reifenwechsel vorgenommen werden. Eine falsche Bereifung ist oft die Ursache für Unfälle. Die Vorteile der Winterreifen sind zahlreich. Zum einen ist da die bessere Haftung, denn bereits ab sieben Grad Celsius wird dank der speziellen Gummimischung des Winterreifens bei einer Kälteeinwirkung der Verhärtungseffekt verhindert und somit die Haftung verbessert. Ein weiterer Vorteil ist der bessere Aquaplaning-Schutz, denn die Laufflächenkontur des Reifens ist hoch lamelliert und sorgt mit den Greifkanten für ein schnelles Ableiten des Wassers und eine optimale Traktion. Auch der Bremsweg ist kürzer, denn mit einem Sommerreifen ist dieser auf winterlichen Fahrbahnen mindestens 65 Prozent länger. Zudem ist die Beschleunigung besser. Eine falsche Bereifung kann zum Beschleunigungsdefizit von 80 Prozent führen. Bei den Winterreifen gilt zu beachten, dass die Profiltiefe mindestens 4 mm Profil betragen sollte.

Konsequenzen im Schadenfall

Wer sein Fahrzeug den winterlichen Straßenverhältnissen nicht anpasst, riskiert ein Bußgeld bereits dann schon, wenn keine andere Person behindert wird. Bei einer zusätzlichen Behinderung des Verkehrs wird das Bußgeld erhöht und es droht zudem ein Punkt in Flensburg. Bei einem Unfall wird es strafrechtlich heikel und auch der Versicherungsschutz kann eingeschränkt sein. Die Kfz-Haftpflicht kommt für alle Schäden auf, die anderen Verkehrsteilnehmern zugefügt werden und sie tritt auch dann ein, wenn der Unfallverursacher mit einer ungeeigneten Bereifung gefahren ist. Allerdings bedeutet die Leistungspflicht für die Schädiger keinen völligen Freibrief. Im extremen Fall kann die Versicherung einen verantwortungslosen Fahrer aufgrund einer erhöhten Gefahr in Regress nehmen.

Preisgünstigere Tarife

In der Kaskoversicherung, welche für Schäden am eigenen Auto aufkommt, bestehen im Versicherungsumfang deutliche Unterschiede, die vom Tarif abhängen. In einem preisgünstigsten Tarif bietet der Versicherer nur einen Basis-Versicherungsschutz, bei dem grob fahrlässig verursachte Schäden nur zum Teil oder im Extremfall überhaupt nicht ersetzt werden. Allerdings besteht bei den empfehlenswerteren Tarifen der Versicherungsschutz auch für Fahrzeugschäden, die auf einem Unfall aufgrund einer falschen Bereifung beruhen. Dabei dürfen jedoch kein Alkohol und keine Drogen mitgewirkt haben. Eine Konsequenz, die aus einem Schaden resultiert, ist allerdings neben der Selbstbeteiligung zudem die Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt. Aus diesem Grund ist es auch wirtschaftlich gesehen die beste Lösung, Unfälle durch eine geeignete Bereifung zu vermeiden.

Fazit

Es ist für alle die beste Lösung, rechtzeitig auf Winterreifen umzusteigen, denn eine falsche Bereifung ist grundsätzlich ein Risiko für die eigene und auch für die Gesundheit von anderen Verkehrsteilnehmern. Zudem können Sachschäden vermieden werden, deren Kosten sich manchmal auf viele tausende Euro belaufen. Die Winterreifen sollten nicht erst aufgezogen werden, wenn bereits Schnee liegt, denn auch bei Kälte haftet der Reifen besser.

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