Das Öl, Lebenssaft des Motors

28 Okt 9:57 am
Das Öl, Lebenssaft des Motors

Der Ölkreislauf des Motors ist ein wenig wie der des Bluts im Körper. Durch spezielle Kanäle und Öffnungen wird das Öl unter Druck gepumpt und sorgt so für ausreichende Schmierung, zusätzliche Kühlung und Schutz vor Korrosion.
Die Teile eines Verbrennungsmotors sind so beschaffen, geführt und gelagert, dass sie enormen Belastungen über Jahre hinweg standhalten können, sofern sie nicht trocken laufen oder überhitzen. Beides geschieht, wenn der Motor mit zu wenig Öl gefahren wird. Hitze und mangelnde Schmierung sind die klassischen Auslöser von Motorschäden. Die meisten könnten durch regelmäßige Prüfung und Wartung durch den Fahrer verhindert werden können.

Ölstand prüfen

Wer sein Auto gern fährt und es noch viele Jahre lang gern fahren möchte, sollte daher regelmäßig den Ölstand überprüfen. Diese einfache Handlung, die selbst einen Laien kaum mehr als zwei oder drei Minuten kostet, hat schon oft über die Lebensdauer eines Motors entschieden, denn sie kann auch helfen, gefährliche Defekte frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzusteuern, bevor sie sich ausweiten und kostenintensive Reparaturen nötig machen.
So kann eine eitrig aussehende Ablagerung auf der Innenseite des Öldeckels Hinweis auf eine schadhafte Zylinderkopfdichtung sein.
Muss man zu oft Öl nachfüllen, sollte man überprüfen lassen, wo das Öl bleibt. Durch Undichtigkeiten kann es beispielsweise in die Abgasanlage gelangen und dort verbrannt werden; das ist ein Risiko für Mensch und Fahrzeug und außerdem eine vermeidbare Belastung der Umwelt.

Kolbenfresser

Reißt der Schmierfilm zwischen Kolben und Zylinder, überhitzen beide Teile und können sich in der Folge durch übermäßige Reibung miteinander verschweißen. Im Extremfall wird dadurch der gesamte Motor in seiner Bewegung jäh ausgebremst, was auch andere Teile in Mitleidenschaft ziehen kann.
Auch geringere Kolbenfresser, bei denen der beschädigte Kolben sich weiterhin bewegt, haben Konsequenzen. Beispielsweise gelangen abgeriebene Metallspäne in den Ölkreislauf, die sich an anderen Stellen festsetzen können. Durch den höheren Bewegungswiderstand braucht das Auto mehr Kraftstoff und kann seine volle Motorleistung nicht mehr erzielen.

Foto: reschke / pixelio.de

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