Elektronische Fahrassistenz

07 Nov 1:12 pm
Elektronische Fahrassistenz

Heute werden so gut wie alle neuen Fahrzeuge mit serienmäßig installierten elektronischen Fahrassistenzsystemen ausgestattet. Grund dafür sind nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern natürlich auch die Nachfrage der Käufer, bei denen die Sicherheit des Fahrzeugs und der Insassen an erster Stelle steht. Die Elektronik hat hierbei die Aufgabe, Daten über die aktuelle Fahrsituation, die Lage und den Zustand des Fahrzeugs zu ermitteln und auszuwerten. Die Ergebnisse führen entweder zu einer Benachrichtigung und Warnung des Fahrers oder zu einem raschen Eingreifen des Assistenzsystems, beispielsweise durch Abbremsen eines oder mehrerer Räder zum Stabilisieren des Fahrzeugs, wenn es zu schleudern oder auszubrechen droht.

Sensoren, die mitdenken

Schon beim Antiblockiersystem ABS waren Sensoren beteiligt, die ständig die Drehzahl oder so genannte Gierrate des Kfz, seine Quer- und Längsbeschleunigung ermittelten. Auf Basis dieser Daten funktioniert auch das modernere ESP. Während ESP und ABS nur Daten aus Fahrwerk, Motor und Getriebe benötigen, ist für andere Assistenzsysteme auch das Umfeld des Fahrzeugs wichtig. Features wie Abstandswarner, Einparkhilfe, Totwinkelüberwachung, Spurwechselassistent oder Verkehrzeichenerkennung arbeiten mit verschiedenen Sensoren wie Lidar, Ultraschall oder Kamera. Weitere Hilfssysteme wie elektronischer Fußgängerschutz, automatische Notbremse, Nachtsichtgeräte mit Infrarot oder Sensoren zur Unfallerkennung sollen die Palette der Assistenzsysteme ergänzen, um noch mehr Sicherheit zu gewährleisten.

Lebensretter oder Bevormundung?

Manche Entwickler sind der Meinung, so manche Fahrassistenz könnte noch wesentlich effektiver arbeiten, wenn sie völlig autonom, also ohne Zutun des Fahrers, in der jeweiligen Situation die Kontrolle übernehmen und so die Reaktionszeit des Menschen umgehen und abkürzen würde. Das ist bisher nicht der Fall und lässt sich auch nicht ohne weiteres realisieren, weil die Rechtslage vorschreibt, dass der Mensch die übergeordnete Verantwortung behalten muss. Der Fahrer kann also auch trotz eines solchen Systems mit seinen Entscheidungen die des Assistenzsystems überlagern, letztendlich macht das Fahrzeug also nach wie vor, was der Fahrer will. Das ist auch gut, denn jeder Fahrer sollte sein Fahrzeug ohne elektronische Hilfen bedienen und sicher beherrschen.

Foto: Mathias Klingner / pixelio.de

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